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Elektromobilität

PSA elektrifiziert Premiummarke DS

| Autor/ Redakteur: Andreas Grimm / Jens Scheiner

Die Premiummarke DS sucht ihre Position im Markt – und verbindet künftig automobile Extravaganz mit der Elektrifizierung des Antriebs. Die Grundlagen dafür schafft das DS-Engagement in der Elektro-Rennserie Formel E.

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Der Mutterkonzern PSA plant die Elektrifizierung der Premiummarke DS. Ab 2025 sollen alle Modelle von DS Automobiles ausschließlich als elektrifizierte Versionen verfügbar sein.
Der Mutterkonzern PSA plant die Elektrifizierung der Premiummarke DS. Ab 2025 sollen alle Modelle von DS Automobiles ausschließlich als elektrifizierte Versionen verfügbar sein.
(Bild: DS)

Die Citroën-Ausgründung DS will sich zur Elektroautomarke entwickeln. Ab 2025 werden alle Modelle von DS Automobiles ausschließlich als elektrifizierte – hybride oder rein elektrisch angetriebene – Versionen verfügbar sein. Das kündigte die Marke zunächst am Rande eines Formel-E-Rennens in Paris an. Inzwischen hat auch der deutsche Importeur die Pläne bestätigt.

Konkretisiert wird die Richtungsentscheidung im Herbst. Dann will DS auf dem Pariser Salon das Modell DS 7 Crossback E-Tense 4x4 vorstellen, dessen Hybridantrieb mit 300 PS eine rein elektrischen Reichweite von 50 Kilometern erreichen soll. In den Verkauf kommen soll das erste teilelektrifizierte DS-Modell dann im Herbst 2019. Früheren Berichten zufolge soll in Paris zudem das erste vollelektrische DS-Modell stehen. Um welche Fahrzeugbasis es sich handelt, verrät der Hersteller bislang nicht.

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„Wir haben ein klares Ziel: DS Automobiles soll zu den weltweiten Marktführern von elektrifizierten Fahrzeugen gehören“, sagte DS-Generaldirektor Yves Bonnefont. Allerdings ist er mit diesem Kurs selbst im PSA-Konzern nicht ganz allein. Neben DS wollen auch Citroën, Peugeot und Opel das Angebot an elektrifizierten Fahrzeugen stark ausbauen.

Über Erfahrung mit elektrischen Modellen verfügen die DS-Ingenieure bereits. Seit dem Jahr 2014 engagiert sich DS Automobiles in der FIA Formel E-Meisterschaft. In die Saison 2018/2019 will der Autobauer mit dem Rennwagen E-Tense FE 19 an den Start gehen. DS selbst spricht von der Formel E als Entwicklungslabor, dessen Ergebnisse den Serienmodellen zugute kommen sollen.

Extravagante Carbon-Flunder X E-Tense

Die Elektrifizierung verbindet DS mit einer Portion Extravaganz, wie zuletzt in Peking die Studie X E-Tense zeigte. Für deren Design verwendeten die Franzosen einen betont futuristischen Ansatz. Entsprechend wird der X E-Tense offiziell auch als eine Vision für das Jahr 2035 deklariert – mit Elektroantrieb natürlich, was das Ganze dann schon wieder gar nicht so futuristisch macht. Für den Einsatz im Straßenverkehr entwickelt der X E-Tense allein über die Vorderachse 400 kW/540 PS. Optional gibt es einen Leistungsmodus für die Rennstrecke, der sogar 1.000 kW/1.360 PS entfesseln soll.

Optisch prägt die Carbon-Flunder ein asymmetrisches Konzept. Das trifft unter anderem auf die Sitzkonfiguration zu, denn neben der offenen Kanzel des Fahrers gibt es parallel und leicht zurückversetzt einen Fahrgastbereich, der Platz für bis zu zwei Passagiere bietet. Zugang zum Innenraum verschafft man sich über Schmetterlingstüren. Während der Fahrer den Elementen ausgesetzt ist, werden die Beifahrer durch einen Glaskokon geschützt. In diesem kann man dank Klimaanlage und Massagesitz entspannt reisen. Der Fahrer kann vom offenen Cockpit auch in den Beifahrerbereich umsteigen, denn der X E-Tense soll auch Selbstfahrkünste auf höchstem Niveau beherrschen.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«