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McKinsey-Studie Rekord: Diese Summen erhalten (Tech-)Start-ups

| Autor: Svenja Gelowicz

Die Jagd nach Technologien nimmt rasant an Fahrt auf: Die Investitionen in Start-ups aus der Auto- und Mobilitätsbranche erreichen Rekordhöhen. Im letzten Jahr wurden 31 Milliarden Dollar für junge Unternehmen der CASE-Bereiche bereitgestellt.

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„Die Zukunftsfelder der Autoindustrie wie das selbstfahrende Auto oder elektrische Antriebe basieren auf neuen Technologien. Viele Innovationen in diesen Bereichen werden durch Start-ups oder Technologieunternehmen vorangetrieben“, sagt Andreas Tschiesner, Leiter der europäischen Automobilberatung von McKinsey.
„Die Zukunftsfelder der Autoindustrie wie das selbstfahrende Auto oder elektrische Antriebe basieren auf neuen Technologien. Viele Innovationen in diesen Bereichen werden durch Start-ups oder Technologieunternehmen vorangetrieben“, sagt Andreas Tschiesner, Leiter der europäischen Automobilberatung von McKinsey.
(Bild: Rui de Matos/flickr.com, CC BY-SA 2.0)

„i Ventures“, das ist BMWs Risikokapitaltochter; und die steckt ihr Geld beispielsweise in den Ladegerätehersteller Chargepoint, in die Mitfahr-App Scoop oder in die Busplattform bus.com. VW hat dieses Jahr den eigenen Inkubator „Ideation:Hub“ eröffnet, und auch Daimler investiert kräftig in verschiedene Start-ups.

Doch: Diese Autohersteller machen nur einen kleinen Teil einer großen Summe aus. Seit 2010 wurden weltweit ganze 111 Milliarden US-Dollar in neue Unternehmen aus der Auto- und Mobilitätsbranche gesteckt, im letzten Jahr davon 31 Milliarden US-Dollar – und die Investitionen der OEMs und Zulieferer sind davon nur etwa sechs Prozent.

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Deutlich davor liegen Private-Equity-Gesellschaften und Risikokapitalgeber (50 Prozent) sowie Investitionen von Hardware- (25 Prozent) und Softwareherstellern (19 Prozent). Dies ist das Ergebnis einer neuen McKinsey-Studie, für die die Unternehmensberatung mehr als 1.000 Transaktionen in der Auto- und Mobilitätsindustrie seit 2010 analysiert hat.

Das Geld fließt in CASE

Auch die durchschnittliche Investitionssumme steigt: Während 2010 noch 4,5 Millionen Dollar pro Start-up ausgegeben wurden, stieg der Wert auf heute 15,8 Millionen Dollar. Welche neuen Unternehmen bekommen das Geld? Kurz gesagt: alle, die Technologien rund um CASE entwickeln – also Connectivity, Autonomes Fahren, Shared Mobility und Elektromobilität.

„Die Zukunftsfelder der Autoindustrie wie das selbstfahrende Auto oder elektrische Antriebe basieren auf neuen Technologien. Viele Innovationen in diesen Bereichen werden durch Start-ups oder Technologieunternehmen vorangetrieben, wie zum Beispiel Bild- und Stimmerkennung“, sagt Andreas Tschiesner, Leiter der europäischen Automobilberatung von McKinsey. Junge Unternehmen, die neue Carsharing-Lösungen anbieten, verbuchten mit 36,5 Milliarden Dollar fast ein Drittel der Gesamtinvestitionen, danach folgten Anbieter von Technologien für selbstfahrende Autos (24,1 Mrd. Dollar) und für das User Interface (15,4 Mrd. Dollar).

Deutschland muss aufholen

„Traditionelle Autohersteller und Zulieferer müssen aufpassen, dass sie ihren Technologievorsprung nicht an neue Konkurrenten verlieren, die aggressiv in junge Unternehmen investieren und so Zugriff auf innovative Technik, Ideen und Talente bekommen“, so Matthias Kässer, Partner im Münchener Büro von McKinsey und Co-Autor der Studie. Zwar seien die Investitionen in klassische Forschung und Entwicklung nach wie vor hoch – Autohersteller investierten 2016 rund 77 Milliarden Dollar, Zulieferer weitere 34 Milliarden, doch die Industrie tue sich noch schwer damit, Kooperationsmodelle mit diesen jungen Unternehmen zu finden.

„Damit hat der Autostandort Deutschland Nachholbedarf bei Investitionen“, sagt Kässer. Während seit 2010 mehr als 56 Milliarden Dollar in fast 500 Start-ups aus den USA flossen, verbuchten junge Unternehmen aus Deutschland nur 1,1 Milliarde Dollar für sich, verteilt auf 60 Unternehmen. China (24 Mrd. Dollar), Israel (18 Mrd.) sowie Singapur und Indien mit vier und zwei Milliarden Dollar liegen vor Deutschland.

(ID:45007514)

Über den Autor

 Svenja Gelowicz

Svenja Gelowicz

Autojournalistin