Brennstoffzelle Renault gründet Wasserstoff-Joint-Venture

Redakteur: Tanja Schmitt

Renault hat mit dem Wasserstoffspezialisten Plug Power ein Joint Venture namens Hyvia gegründet. Ende des Jahres sollen drei Brennstoffzellen-Transporter auf den Markt kommen – auf Basis eines umgebauten Renault Master.

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Renault und Plug Power haben das Wasserstoff-Joint-Venture Hyvia gegründet.
Renault und Plug Power haben das Wasserstoff-Joint-Venture Hyvia gegründet.
(Bild: Renault)

Renault und Plug Power haben ein Wasserstoff-Joint-Venture namens Hyvia gegründet. Das Unternehmen will dabei alle Bereiche abdecken: von der Produktion und Speicherung bis zum Vertrieb von Wasserstoff. Bis Jahresende sollen drei leichte Nutzfahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb auf den Markt kommen. Weiterhin sind verschiedene Finanzierungs- und Wartungsdienstleistungen geplant.

Die Brennstoffzellen-Transporter basieren auf einem umgebauten Renault Master in der leichten Nutzfahrzeugklasse von 2,8 bis 4,5 Tonnen. Diese werden sowohl elektrisch als auch mit wasserstoffbasierter Energie betrieben. Zusätzlich zur 33-kWh-Batterie verfügen sie über eine 30-kW-Brennstoffzelle. Zum Brennstoffzellensystem gehören neben dem eigentlichen Brennstoffzellenblock alle nötigen Systeme für die Luft- und Wasserstoffversorgung bzw. -regelung, die Befeuchtung und die Kühlung. Hinzu kommen Tanks, die je nach Version zwischen drei und sieben Kilogramm Wasserstoff enthalten. Die Kombination aus beiden Technologien soll Reichweiten von bis zu 500 Kilometern ermöglichen, davon 100 Kilometer im reinen Batteriebetrieb.

In drei Varianten erhältlich

• Master Kastenwagen H2-Tech für den gewerblichen Gütertransport mit einer Reichweite von bis zu 500 Kilometern und einem Ladevolumen von zwölf Kubikmetern.
• Master Plattformfahrgestell H2-Tech mit 19 Kubikmetern Ladekapazität und einer Reichweite von 250 Kilometern.
• Master Combi H2-Tech, ein Minibus für bis zu 15 Personen mit einer Reichweite von rund 300 Kilometern, der sich für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen eignet.

Auch Wasserstofftankstellen geplant

Darüber hinaus bietet das Joint-Venture noch Elektrolyselösungen und mobile Speicherstationen an – zum Jahresende auch Wasserstofftankstellen. Hinzu kommen Finanzierungsangebote für Wasserstofftankstellen und -fahrzeuge sowie Wartungsservices innerhalb des Renault-Netzwerks. Das Joint-Venture wird an vier Standorten in Frankreich tätig sein, seine Produkte und Dienstleistungen jedoch in ganz Europa anbieten. Der Name setzt sich aus „Hy“ für Wasserstoff und „Via“ zusammen, dem lateinischen Wort für Straße.

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