Autonomes Fahren Rennsport als Entwicklungsbeschleuniger

Autor: Hartmut Hammer

Im Herbst 2021 soll auf dem Indianapolis Motor Speedway das erste fahrerlose Autorennen der Welt stattfinden. Um die Siegprämie von einer Million Dollar wetteifern knapp 20 Teams.

Formel-Rennsport ohne Fahrer: Die Indy Autonomous Challenge will auf der Rennstrecke das autonome Fahren auf der Straße voranbringen.
Formel-Rennsport ohne Fahrer: Die Indy Autonomous Challenge will auf der Rennstrecke das autonome Fahren auf der Straße voranbringen.
(Bild: IAC)

Wer erinnert sich noch an die Darpa Challenge, gleichsam den „Urknall“ des autonomen Fahrens? Bei den drei Auflagen von 2004 bis 2007 mussten die unbemannten Fahrzeuge, vollgepackt mit Sensorik und Rechnern, eine vorgegebene Strecke ohne externen Steuereingriff absolvieren. Bei der Premiere 2004 schaffte kein Teilnehmer mehr als fünf Prozent der Strecke. 2005 und 2007 zeigten jeweils mehrere ins Ziel kommende autonome Fahrzeuge, dass diese junge Disziplin in Siebenmeilenstiefeln Fortschritte machte.

Aus den permanent unstrukturierten Fahrsituationen im fahrphysikalischen Grenzbereich erhoffen wir uns große Lerneffekte für Alltagssituationen.

Alexander Wischnewski, TU München

14 Jahre und unzählige Millionen fahrerlose Kilometer später soll die Indianapolis Autonomous Challenge (IAC) das autonome Fahren voranbringen. Bei diesem Wettbewerb sollen im Oktober 2021 seriennahe Rennwagen ohne Fahrer nach den üblichen Regeln ein Rennen auf dem bekannten Kurs von Indianapolis austragen. Die Organisatoren haben Preisgelder in Höhe von 1,5 Millionen US-Dollar ausgelobt und weltweit Hochschulen und Wissenschafts-Spin-Offs aufgerufen, die dafür nötige Software zu entwickeln.

Über den Autor

 Hartmut Hammer

Hartmut Hammer

Journalist