Elektromobilität RWTH Aachen baut Elektro-Lkw

Autor / Redakteur: Mario Hommen/SP-X / Jens Scheiner

Auch große Lkw sollen künftig elektrisch fahren. Wie das zu überschaubaren Kosten funktionieren könnte, will die RWTH Aachen mit dem „LiVe1“ ergründen.

Firmen zum Thema

Live1 heißt der erste E-Laster der RWTH Aachen.
Live1 heißt der erste E-Laster der RWTH Aachen.
(Bild: BPW Bergische Achsen)

Der Lehrstuhl „Chair of Production Engineering of E-Mobility Components“ (PEM) der RWTH Aachen hat bereits einige E-Mobilitäts-Projekte wie etwa den E-Kleintransporter Streetscooter initiiert. Das jüngste Mobil der Wissenschaftler fällt eine Nummer größer aus: Jetzt wird ein 7,5-Tonnen-Lkw der Isuzu N-Serie von Diesel- auf E-Antrieb umgestellt. Es handelt sich damit um das erste konkrete Fahrzeug des Forschungsprojekts „Li-Ve“, das wirtschaftliche Lösungen für die Elektrifizierung von Lastwagen entwickeln will.

Der LiVe 1, der unter anderem in Kooperation mit Isuzu Deutschland, Streetscooter und BPW Bergische Achsen entstanden ist, setzt auf die elektrische Antriebsachse „eTransport“. Ab 2019 werden BPW und der Nfz-Hersteller Paul kommunale Nutzfahrzeuge mit dieser E-Antriebsachse ausstatten. Die skalierbare Technik soll künftig auch schwere Laster bis 26 Tonnen Gesamtgewicht mit bis zu 22.000 Newtonmeter Drehmoment antreiben.

In naher Zukunft will das Li-Ve-Forschungsprojekt weitere Lkw-Prototypen auf Isuzu-Basis realisieren. Geplant sind drei 18-Tonner mit dem eTransport-Antrieb, die ihren Strom aus Batterien, Brennstoffzelle oder Oberleitungen erhalten.

(ID:45635469)