Umfrage Sachsens Automobilzulieferer: Optimismus überwiegt

Redakteur: Tanja Schmitt

Umsatzeinbrüchen und Personalmangel zum Trotz: Die Automobilindustrie in Sachsen ist zuversichtlich. Viele profitieren vom Trend zur Elektromobilität.

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Bild aus der BMW-Produktion in Leipzig.
Bild aus der BMW-Produktion in Leipzig.
(Bild: Christoph Busse/BMW)

Zweifelsohne, die Coronakrise hat der Automobilindustrie einen Schlag verpasst, von Weltuntergangsstimmung sind die Unternehmer der Autoindustrie in Sachsen dennoch weit entfernt. Auch wenn der Umsatz aktuell hinter dem Vorjahresniveau liegt und ein Vor-Corona-Niveau nicht vor 2022 erwartet wird, sind die meisten optimistisch. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des AMZ (Netzwerk Automobilzulieferer Sachsen). Mehr als die Hälfte der Unternehmen gibt an, keine Kurzarbeit mehr zu nutzen. Vom E-Auto-Boom profitieren ebenfalls viele: 55 Prozent konnten Aufträge gewinnen, 43 Prozent rechnen deshalb mit mehr Umsatz. Zahlungsziele werden zu 75 Prozent eingehalten, ein knappes Drittel (31 Prozent) rechnet jedoch mit Liquiditätsengpässen.

Ein bestehendes Problem ist hingegen der Personalmangel: Nur die Hälfte der Firmen konnte ihre offenen Stellen besetzen. Auch das Emissionshandelsgesetz scheint für die meisten ein rotes Tuch zu sein: 66 Prozent der Befragten gaben an, dass dieses zu höheren Kosten führt, was wiederum ihre Wettbewerbsfähigkeit verschlechtert.

Die Befragung

Das AMZ hat Automobilzulieferer, Dienstleister und Engineering-Partner in Sachsen befragt. 114 Unternehmen beteiligten sich an der Umfrage. Die größte Gruppe war mit 53 Prozent die der Zulieferer. Bei der Hälfte der Unternehmen handelte es sich um mittelgroße Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten.

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