China Market Insider SAIC: „Wollen nicht unsere Seele an Tech-Konzerne wie Huawei verkaufen“

Autor / Redakteur: Henrik Bork* / Sven Prawitz

Ein „Körper ohne Seele“ solle sein Unternehmen nicht werden, sagt SAIC-Chef Chen Hong. Beim automatisierten Fahren wolle er sich daher nicht zu sehr von Huawei oder ähnlichen Firmen abhängig machen.

SAIC ist ein Multi-Marken-Konzern. Unter anderem hat der Hersteller die britische Traditionsmarke MG wiederbelebt.
SAIC ist ein Multi-Marken-Konzern. Unter anderem hat der Hersteller die britische Traditionsmarke MG wiederbelebt.
(Bild: MG)

Er wolle nicht die Seele seines Autokonzerns an Tech-Konzerne wie Huawei verkaufen, hat ein chinesischer Topmanager sinngemäß gesagt. Die Rede ist von Chen Hong, dem Vorstandsvorsitzenden von SAIC Motor. Seine „Shanghai Automotive Industry Corporation“ ist der zweitgrößte staatliche Autohersteller Chinas und ein wichtiger Joint-Venture-Partner von Volkswagen und GM. Ein so emotionales, beinahe dramatisches Statement aus so prominentem Mund – das hat in Chinas Autoindustrie naturgemäß heftige Diskussionen ausgelöst.

Wer in der Auto-Industrie bis jetzt noch keine Angst hatte, dürfte sie nun bekommen.

Auf einem Gesellschafter-Treffen am 30. Juni ist der SAIC-Chef gefragt worden, ob er im Bereich autonomes Fahren stärker mit dem chinesischen Tech-Konzern Huawei zusammenarbeiten werde. Chen Hong verneinte das. „Das ist als ob uns ein Unternehmen mit einer kompletten Lösung versorgt, die zu unserer Seele wird und SAIC wird der Körper. So ein Ergebnis ist für SAIC nicht akzeptabel und wir wollen die Seele in unsere eigenen Hände nehmen“, sagte Chen dem Fachmedium „CN EV Post“ zufolge.