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Motorsport Schaeffler unterstützt Porsche in Le Mans

| Redakteur: Thomas Günnel

Eine Legende kehrt zurück: Erstmals seit dem 16. und bislang letzten Le-Mans-Sieg im Jahr 1998 startet Porsche am 14./15. Juni in der Top-Kategorie des französischen Langstrecken-Klassikers. Porsche tritt in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC mit ihrem Saisonhöhepunkt Le Mans mit dem neu entwickelten LMP1-Sportwagen 919 Hybrid an – unterstützt von Schaeffler.

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Im Jahr 2014 nimmt Porsche erstmals wieder an der Sportwagen-Weltmeisterschaft (World Endurance Championship/WEC) und beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans teil – mit dem Partner Schaeffler.
Im Jahr 2014 nimmt Porsche erstmals wieder an der Sportwagen-Weltmeisterschaft (World Endurance Championship/WEC) und beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans teil – mit dem Partner Schaeffler.
(Foto: Porsche )

Mit der Rückkehr von Porsche im Jahr 2014 beginnt eine neue Ära im Sportwagen-Sport. Außerdem tritt erstmals ein Technisches Reglement für die global ausgetragene Rennserie in Kraft, das die nutzbare Energiemenge begrenzt, aber in den Bereichen Hybrid- und Antriebstechnologie große Freiheiten erlaubt. Die neue Generation der LMP1-Fahrzeuge ist komplexer als die Boliden der Formel 1. Anders als im Grand-Prix-Sport gibt es kein Hubraumlimit, und unterschiedliche Motorenkonzepte sowie Allradantrieb sind erlaubt. Die Langstrecken-WM (WEC) ist die perfekte Möglichkeit für Hersteller und Zulieferer, technische Kompetenz zu beweisen.

Aufgeladener V4-Verbrennungsmotor und Elektromotor

Der 919 Hybrid wurde nach dem neuen Effizienzreglement für die Königsklasse der Le-Mans-Protoypen entwickelt. Er verfügt über einen hochkomplexen Hybridantrieb, bestehend aus einem kleinvolumigen, aufgeladenen V4-Verbrennungsmotor, einem Elektromotor an der Vorderachse und zwei Energierückgewinnungssystemen.

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Parallelen zwischen Motorsport und Serie

„Beim neuen Reglement der FIA-Langstrecken-WM spielen die Themen Energieeffizienz und Zukunftstechnologie die entscheidende Rolle. Die Parallelen zwischen Motorsport und Serie machen die WEC und die Kooperation mit Porsche für Schaeffler zu einer sehr guten Plattform“, sagt Prof. Peter Gutzmer. Für den Schaeffler-Entwicklungsvorstand hat darüber hinaus die Zuverlässigkeit eine große Bedeutung. Allein beim Saisonhöhepunkt in Le Mans legen die Autos innerhalb eines Tages rund 5.000 Kilometer zurück – was fast einer ganzen Formel-1-Saison entspricht. „Das ist ein für Rennsportfahrzeuge extrem hoher Anspruch. Dies alles macht die Langstrecken-Weltmeisterschaft für uns und unseren Partner Porsche äußerst interessant.“

Das Rennteam

Porsche hat sein neues Werksteam für die beiden 919 Hybrid in der Topkategorie der Le-Mans-Prototypen (LMP1) als „Porsche Team“ angemeldet. Die Startnummern für die Hybrid-Rennwagen lauten 14 und 20. Die Porsche-Werksfahrer Timo Bernhard (Startnummer 20) und Romain Dumas (Startnummer 14) sind für jeweils einen der beiden Le-Mans-Prototypen in der inklusive des 24-Stunden-Rennens acht Läufe umfassenden WEC gesetzt. Somit wird in jedem der beiden 919 Hybrid ein Le-Mans-Gesamtsieger sitzen: Bernhard (Deutschland, 33) und Dumas (Frankreich, 36) hatten diesen Erfolg 2010 mit Audi gemeinsam errungen. Mit welchen der vier weiteren LMP1-Porsche-Werksfahrer – Brendon Hartley (Neuseeland, 24), Neel Jani (Schweiz, 30), Marc Lieb (Deutschland, 33) und Mark Webber (Australien, 37) – sie sich 2014 in der FIA World Endurance Championship am Steuer abwechseln werden, ist noch nicht final entschieden.

Langjährige Zusammenarbeit

Porsche und Schaeffler arbeiten bereits seit vielen Jahrzehnten zusammen – sowohl im Motorsport als auch in der Serienproduktion. Der legendäre 917, mit dem Porsche 1970/71 die ersten beiden Gesamtsiege in Le Mans einfuhr, war für Schaeffler ein Entwicklungsträger für hydraulische Ventiltriebskomponenten, die danach millionenfach in Serie gingen. Auch in anderen Serien und Fahrzeugklassen blickt Schaeffler auf eine erfolgreiche Motorsport-Historie zurück: Bereits vier Mal haben von Schaeffler unterstützte Fahrer die DTM gewonnen – zuletzt im Jahr 2013 Audi-Pilot Mike Rockenfeller. Mit BMW hat das Unternehmen die Tourenwagen-Weltmeisterschaft gewonnen, mit Renault die Truck-Europameisterschaft, mit Mitsubishi und Jutta Kleinschmidt die Rallye Dakar. Mit dem Rallye-Piloten Armin Schwarz hat Schaeffler zwei Deutsche und einen Europäischen Rallye-Titel gewonnen. Mit dem Engagement in der WEC bringt Schaeffler seine bislang zumeist auf den Rennstrecken in Deutschland und Europa vertretenen Farben nun auf die Pisten in Nord- und Südamerika sowie China und Japan.

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