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Elektromobilität

Schnellladestation mit 450 Kilowatt eröffnet

| Autor/ Redakteur: Holger Holzer/SP-X / Jens Scheiner

Die Technik für Ladesäulen entwickelt sich schneller als die dazu passenden E-Autos. An der Autobahn A8 lässt sich nun in wenigen Minuten volltanken – allerdings nur mit Prototypen-Fahrzeugen.

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Ein Industriekonsortium um BMW, Porsche und Siemens hat eine Ladesäule mit einer Leistung von bis zu 450 Kilowatt in Betrieb genommen.
Ein Industriekonsortium um BMW, Porsche und Siemens hat eine Ladesäule mit einer Leistung von bis zu 450 Kilowatt in Betrieb genommen.
(Bild: Porsche)

Ladestationen für Elektroautos werden immer schneller. Ein Industriekonsortium um BMW, Porsche und Siemens hat nun an der Autobahn A8 in Jettingen-Scheppach eine Säule in Betrieb genommen, die eine Ladeleistung von bis zu 450 kW bietet. Sie soll ultraschnelles Stromtanken ermöglichen und einen Akku innerhalb von drei Minuten für 100 Kilometer Fahrt füllen.

Ein voller Schnellladevorgang, bei dem der Batteriefüllstand von zehn auf 80 Prozent steigt, soll nach 15 Minuten abgeschlossen sein. Die schnellsten aktuellen Ladesäulen benötigen rund dreimal so viel Zeit. Die Werte beziehen sich jeweils auf ein Prototypen-Fahrzeug mit einer 90 Kilowattstunden großen Batterie. Serienfahrzeuge, die eine derartige Ladeleistung verarbeiten können, gibt es aktuell nicht. Allerdings können auch Autos mit weniger leistungsfähiger Ladetechnik vor Ort laden –nur eben deutlich langsamer. Dafür aber kostenlos, denn bis auf weiteres steht der Strom gratis zur Verfügung.

Ladespannung von bis zu 920 Volt

Die Ladestation erreicht die extreme Leistung durch eine Erhöhung der Ladespannung auf bis zu 920 Volt. Ladekabel und Fahrzeugakku müssen während des Ladens aktiv gekühlt werden. Zudem ist ein intelligentes Lademanagement nötig, das die Energiezufuhr über die Zeit regelt.

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