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Produktion Sekisui Chemical: Carbon im Innenraum färben

Autor: Jens Scheiner

Auf der IAA 2019 stellte Sekisui Chemical ein Konzeptauto vor, das Leichtbau im Innenraum mit einem neuartigen Kohlefasermaterial verbindet. Der Herstellprozess des sogenannten „Aurorade“ ist jetzt serienreif.

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Sekisui Chemical hat ein Verfahren zum Färben von Carbonfaserstoff entwickelt.
Sekisui Chemical hat ein Verfahren zum Färben von Carbonfaserstoff entwickelt.
(Bild: Sekisui Chemical)

Der japanische Automobilzulieferer Sekisui Chemical hat ein Verfahren zur Veredelung von Kohlefasermaterial entwickelt. Das sogenannte Aurorade, oder auch Color Carbon, verleiht dem Carbonfaserstoff durch das sogenannte „Sputtering“ Farbe. Dadurch ist es möglich, Kohlefasermaterial nicht nur in Schwarz, sondern in vielen Farben herzustellen. Gleichzeitig sollen aber die Vorteile des Werkstoffes, wie das geringe Gewicht bei hoher Steifigkeit, erhalten bleiben. Auch die Oberflächenstruktur sowie die charakteristische Carbon-Optik bleiben weiterhin sichtbar.

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Was ist Sputtern?

Beim Sputtern, Englisch für „Zerstäuben“, werden Metallplatten in einem Vakuum mit Argon-Gas-Ionen beschossen, wobei Metallteilchen in Atomgröße freigesetzt werden. Diese Nanoatome sammeln sich auf einer Oberfläche, zum Beispiel einem Gewebe, das in die Vakuum-Kammer geführt wird. Dieser Prozess ist auch als „Vapor-Deposition-Methode“ oder chemische Gasphasenabscheidung, bekannt. Der Herstellprozess von Aurorade ist nun serienreif. In Europa sind eigenen Angaben zufolge bereits einige OEMs und Designhersteller an der Entwicklung farbiger Carbon-Teile beteiligt.

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Über den Autor

 Jens Scheiner

Jens Scheiner

Redaktioneller Mitarbeiter Online/Print, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE