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Wirtschaft Simplon-Werk Aue stellt Insolvenzantrag

| Autor: Jens Scheiner

Der Systemlieferant für Wärmebehandlungsanlagen befindet sich in einem Insolvenzverfahren. Das Unternehmen will sich nun sanieren.

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Das Simplon-Werk Aue will sich im Zuge des Insolvenzverfahrens neu Aufstellen.
Das Simplon-Werk Aue will sich im Zuge des Insolvenzverfahrens neu Aufstellen.
(Bild: Simplon)

Das Simplon-Werk Aue, ein Anbieter von industriellen Wärmebehandlungsanlagen unter anderem für die Automobilindustrie, hat am 14. August einen Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Der vorläufige Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Dirk Herzig von der Kanzlei Schultze & Braun, wird eigenen Angaben zufolge den Geschäftsbetrieb mit derzeit 28 Mitarbeitern fortführen. Alle vorhandenen Aufträge sollen ordnungsgemäß abgearbeitet werden.

Während dieser Zeit prüfe Herzig verschiedene Sanierungsoptionen, unter anderem potenzielle Investoren, und will gemeinsam mit der Geschäftsführung das Unternehmen sanieren. Die Löhne und Gehälter sind zunächst für rund drei Monate über das Insolvenzgeld abgesichert.

Das Simplon-Werk hatte bereits im vergangenen Jahr einen schweren Rückschlag durch den Ausfall eines Großauftrags aus den USA erlebt“, so Herzig. „Das Unternehmen konnte sich im ersten Quartal 2020 zwar stabilisieren. Die erhofften großen internationalen Folgeaufträge blieben jedoch in Folge der Corona-Pandemie auch in 2020 aus. Die Kunden stellen zudem geplante Neuinvestitionen aufgrund der derzeitigen ungewissen Wirtschaftslage vorerst zurück. Die Umsätze bewegten sich daher zuletzt auf 50 bis 60 Prozent der Vorjahresleistung“.

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Redaktioneller Mitarbeiter Online/Print, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE