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Elektromobilität Skoda Enyaq: Das erste Elektro-SUV der Marke

| Autor / Redakteur: Michael Gebhardt/SP-X / Jens Scheiner

Skoda läutet eine neue Ära ein: Der jetzt vorgestellte Enyaq ist das erste Elektro-SUV der tschechischen Marke.

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Der Enyaq ist das erste von Grund auf als reines Elektroauto angelegte Modell von Skoda.
Der Enyaq ist das erste von Grund auf als reines Elektroauto angelegte Modell von Skoda.
(Bild: Skoda)

Kodiaq, Karoq, Kamiq – alle Skoda-SUV fangen mit K an und enden auf Q. Bis jetzt. Mit dem Enyaq läuten die Tschechen im 125. Jahr ihres Bestehens aber nicht nur in der Nomenklatura eine neue Ära ein: Der jetzt in Prag enthüllte Hochbeiner ist Skodas erstes Elektro-SUV und der eigentliche Startschuss der Marke ins E-Zeitalter. Zwar stromert bereits der Kleinstwagen Citigo durch die Straßen und Octavia und Superb fahren auch als Plug-in-Hybride vor. Doch der am Stammsitz in Mladá Boleslav produzierte Enyaq ist das erste von Grund auf als reines Elektroauto angelegte Modell. Ab sofort ist er für mindestens 33.800 Euro bestellbar, ausgeliefert wird er ab Frühjahr 2021.

Mehr Platz im Innenraum dank MEB

Die Technik hat Skoda freilich nicht selbst entwickelt; die Ingenieure bedienten sich am VW-Konzernregal und nutzen den Modularen Elektrobaukasten (MEB), der erst kürzlich im VW ID 3 sein Debüt gab. Dank der modularen Plattform ist der Größenunterschied kein Problem: Während der ID 3 mit 4,26 Meter Länge im Kompaktsegment angesiedelt ist, trumpft der Enyaq mit 4,65 Meter auf; so lang wird übrigens auch sein VW-Bruder ID 4 ausfallen, der ebenfalls im kommenden Jahr auf den Markt kommt.

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Das eigentliche Highlight sind die fast 2,80 Meter Radstand, die dem Enyaq bei Octavia-Außenmaßen ein Platzangebot im Innenraum wie beim größten SUV Kodiaq bescheren. Das ist selbst für Skoda-Verhältnisse außergewöhnlich. Dazu kommen rund 600 Liter Stauraum hinter den Rücksitzen. Möglich macht das die ausschließliche Auslegung als Elektroauto; und der Entfall von Verbrennungsmotor, ausladendem Getriebe, Ölwanne und Co. – all das muss nirgends untergebracht werden, stattdessen kommt der Platz den Passagieren zugute.

Überhaupt zeigt sich der Skoda im Innenraum einmal mehr von seiner besten Seite. Das Cockpit, das in verschiedenen Designs bestellbar ist, wirkt aufgeräumt und edel; Verarbeitung und Materialauswahl geben bei der Marke sowieso keinen Grund zur Kritik. Hinter dem Lenkrad sitzen digitale Instrumente, in der Mittelkonsole gibt’s reichlich Ablagen und nur noch wenige Tasten. Oben auf thront ein großer 13-Zoll-Touchscreen mit moderner Smartphone-Menüführung. Über eine APP lässt sich auch von außerhalb des Fahrzeugs zum Beispiel der aktuelle Akkustand abfragen oder die Klimatisierung fernsteuern.

Skoda Enyaq: leuchtender Kühlergrill

Doch nicht nur der Innenraum überzeugt: Auch mit der Karosserie ist dem neuen Chef-Designer Oliver Stefani ein Wurf gelungen. Das war nicht unbedingt selbstverständlich, schließlich hat sein Vorgänger Jozef Kaban, der – nach einem Abstecher zu BMW – jetzt in Wolfsburg das Design bei Volkswagen verantwortet, große Fußstapfen hinterlassen. Stefani ist es gelungen, das Skoda-Erbe hochzuhalten und gleichzeitig neue Akzente zu setzen. Allein die neuen Elektro-Proportionen – kurze Haube, langer Radstand – gaben dem Designer die Möglichkeit, dem Enyaq einen individuellen Touch zu verpassen. Auffällig sind die stark konturierte Motorhaube, das aufgeräumte, die 1,90 Meter Breite betonende Heck, und vor allem der beleuchtete Kühlergrill – wenngleich die kristallinen Längsstreben hierzulande lediglich im Stand erstrahlen dürfen. Skoda hat auch seine typischen Simply-Clever-Lösungen – Regenschirm in der Tür, Parkscheinhalter an der Scheibe etc. – ins E-Zeitalter übertragen und unter anderem einen Ladekabel-Reiniger entwickelt.

Elektrische Reichweite erweiterbar

Skoda hält eine erstaunlich große Antriebs-Palette bereit; auch hier profitieren die Tschechen von der modularen Baukasten-Architektur. Die Basis-Version Enyaq 50 iV fährt mit einem 109 kW/150 PS starken E-Motor, Heckantrieb und einem 55-Kilowattstunden-Akku vor, der genug Strom für 340 Kilometer speichern soll. Im zweiten Schritt (Enyaq 60 iV) packt Skoda einen Akku-Riegel an die von den Ingenieuren „Schokoladentafel“ genannte Batterie ran und steigert die Kapazität so auf 62 Kilowattstunden. Die Reichweite steigt auf 390 Kilometer, dazu gibt es einen 132 kW/180 PS-Motor.

Stärkstes 2WD-Modell ist der Enyaq 80 iV mit 150 kW/204 PS und einer 82-Kilowattstunden-Batterie, die für bis zu 510 Kilometer gut sein soll. In Kombination mit dem großen Akku-Pack bietet Skoda allerdings auch noch zwei Allrad-Versionen an, bei denen ein zusätzlicher E-Motor an der Vorderachse arbeitet. Motorenseitig leisten die 4x4-Modelle entweder 195 kW/265 PS (Enyaq 80x iV) oder als sportliche Enyaq-RS-Version 225 kW/306 PS. Letztgenannter darf bis zu 1,4 Tonnen an den Haken nehmen und soll den Enyaq in 6,2 Sekunden auf Tempo 100 bringen. Die RS-Vmax liegt bei Tempo 180, die anderen werden höchstens 160 km/h schnell.

Apropos schnell: Ausreichend flott geht auch das Laden. Eine entsprechende 125-Kilowatt-Gleichstrom-Ladesäule vorausgesetzt, kann der Enyaq den 82-kWh-Akku in 38 Minuten zu 80 Prozent mit Strom vollpumpen. An einer AC-Wallbox saugt das SUV mit bis zu elf Kilowatt Strom. Typisch für die Marke: Den Ladeanschluss für Zuhause bietet Skoda ebenfalls an.

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