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Neue Modelle Skoda Superb: Facelift läutet Elektrozeitalter ein

| Autor/ Redakteur: SP-X / Jens Scheiner

Skoda frischt die dritte Generation des Superb auf. Eine Folge ist eine größere Motoren-Vielfalt. Vor allem aber tastet sich Skoda mit dem Facelift ins Elektrozeitalter vor und spricht sogar von einer neuen Submarke.

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Mit dem Superb-Facelift startet Skoda zugleich seine Elektro-Submarke „iV“.
Mit dem Superb-Facelift startet Skoda zugleich seine Elektro-Submarke „iV“.
(Bild: Skoda)

Skoda nutzt das Facelift des Superb für eine einschneidende Neuerung. Wenn im Herbst Limousine und Kombi aufgefrischt auf den Markt kommen, wird es das Flaggschiff der Tschechen erstmals mit einem Plug-in-Hybrid-Antrieb geben, der 55 Kilometer Reichweite haben soll. Der Einstiegspreis wird – ohne Hybrid – bei gut 28.000 Euro liegen. Optisch sofort erkennbar ist das Facelift am LED-Matrix-Licht. Zudem wird es den Superb erstmals in der robusteren Scout-Ausführung geben.

Um dem Aufbruch ins Elektrozeitalter genügend Gewicht zu verleihen, spricht Skoda von der neuen Submarke „iV“. Unter ihr werden künftig die Elektro-Modelle der Tschechen gebündelt. Dem Superb iV wird zum Jahreswechsel der Citigo iV folgen, den es dann nur noch mit E-Antrieb geben wird. Allerdings soll es sich Skoda zufolge mit der „iV“-Einführung nicht allein um einen Namenszusatz handeln. Vielmehr umfasse „Skoda iV“ neben den elektrifizierten Produkten „ein ganzheitliches, vernetztes Ökosystem“. Nähere Informationen gab es zur Submarke zunächst nicht.

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Produktseitig haben die Designer für das Facelift einmal mehr Hand an Front und Heck gelegt. Mit der neuen Frontschürze gibt es einen größeren Kühlergrill mit Doppelrippen, der etwas weiter nach unten ragt. Daneben fallen neue, breitere Scheinwerfer auf, die schon in der Basis-Version mit LED-Technik arbeiten. Erstmals bei Skoda sind jetzt auch Voll-LED-Matrix-Scheinwerfer erhältlich, die die Straße besser ausleuchten sollen; als Spielerei gibt es nun beim Superb animierte Blinklichter. Am Heck strahlen Leuchtdioden durch die Nacht. Statt wie andere Hersteller auf ein durchgängiges Lichtband zu setzen, verbindet Skoda die Rücklichter mit einer Chromleiste.

Nach Scala und Kamiq bekommt nun der große Tscheche den ausgeschriebenen Skoda-Schriftzug an den Kofferraumdeckel. Wer sich künftig für die Top-Ausstattung Laurin & Klement entscheidet, erhält rundum noch ein bisschen mehr Chrom-Dekor. Das soll, ebenso wie die farbigen Kontrastnähte, den Innenraum aufwerten.

Dort ziehen jetzt digitale 10,25-Zoll-Instrumente ein, auf der Infotainment-Seite stehen drei Touchscreen-Systeme mit 8- beziehungsweise 9,2-Zoll-Display zur Verfügung. Das Top-System reagiert auf Gestensteuerung, ist selbstredend online und versteht sich prima mit Smartphones, die künftig in einer größeren Phone-Box induktiv geladen werden können.

Auswahl bei der Leistung

Unterstützung erfährt der Fahrer im gelifteten Superb durch Assistenten: Der vorausschauende Abstands-Tempomat reagiert auf Temposchilder und Kurven, der Emergency Assist leitet – wenn der Fahrer nicht mehr reagiert – eine kontrollierte Notbremsung am Fahrbahnrand ein. Zudem erkennt der Front Assist Fußgänger auf der Fahrbahn und tritt wenn nötig selbstständig auf die Bremse.

Unter der Haube stehen sechs Triebwerke zur Verfügung. Die Diesel leisten 120 PS (1.6 TDI), 150 PS und 190 PS (beides 2.0 TDI) und verfügen über SCR-Katalysatoren mit Ad-Blue-Reinigung. Im Basis- und Top-Selbstzünder ist ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe serienmäßig verbaut. Für die stärkste Version gibt es auf Wunsch auch Allradantrieb. Die 150-PS-Version fährt ab Werk mit Sechsgang-Handschaltung vor, die auch für den 1.5-TSI-Einstiegsbenziner mit 150 PS vorgesehen ist. Der neue Zwei-Liter-Benziner mit 190 PS und der Spitzen-Otto mit 272 PS (ebenfalls ein 2.0 TSI) fahren wiederum serienmäßig mit dem Siebengang-Doppelkuppler vor – der stärkste Benziner gibt seine Kraft zudem immer an beide Achsen ab. Alle drei Benziner pusten ausschließlich partikelgefilterte Abgase in die Umwelt, zum Verbrauch macht Skoda noch keine Angaben.

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Sportline- und Scout-Ausführung

Der Plug-in-Hybrid Superb iV kombiniert den 1,4-Liter-Benziner (115 kW/156 PS) mit E-Motor (85 kW/116 PS) sowie Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe und stellt 218 PS bereit. Damit er 55 Kilometer rein elektrisch mit dem Strom aus der 13-Kilowattstunden-Batterie schafft, lässt sich der Akku über die Steckdose im Kühlergrill mit bis zu 3,6 kW in dreieinhalb Stunden aufladen. Allerdings schränkt der Stromspeicher das Kofferraumvolumen ein: die Limousine hat noch 485 Liter Stauraum und damit 150 Liter weniger als der Verbrenner, im Kombi sind es 510 Liter. Optisch unterscheidet sich der Hybrid in Details an der Front vom Standard-Superb, außerdem macht er beim Rollen mit dem Soundgenerator E-Noise auf sich aufmerksam. Interessant: Den Anhänger-Assistent und die 360-Grad-Kamera gibt es ausschließlich für den Hybriden.

Der Skoda Superb ist auch in der Sportline-Ausführung erhältlich. Sie macht mit schwarzem Dekor und Rädern und einem zehn Millimeter tieferem Fahrwerk auf sich aufmerksam. Die dynamische Ausstattung gibt es für alle Motoren bis auf den Basis-Diesel. Ausschließlich mit den beiden Top-Triebwerken ist dagegen der Superb Scout verfügbar: Erstmals punktet so das Flaggschiff der Tschechen mit 15 Millimeter mehr Bodenfreiheit, Aluminium-Unterfahrschutz und robusten Plastik-Planken. Der obligatorische Allradantrieb wird um einen speziellen Offroad-Fahrmodus erweitert, innen gibt es außerdem schickes Holz-Dekor und Scout-spezifische Stoffsitze.

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