IAA 2021 Software, Sensoren und IT-Systeme

Autor: Sven Prawitz

Neben glänzenden Karossen und hippen Zweirädern bot das Messeprogramm der IAA vielfältige Produkte und Konzepte im Bereich Software und Fahrzeug-IT. Eine Auswahl einiger Systeme und eine überraschende Umfrage.

Adasky zeigte einen Sensor, der ähnlich einer Wärmebildkamera die Temperatur von Objekten (rechter Teil des Bildschirms) erfasst.
Adasky zeigte einen Sensor, der ähnlich einer Wärmebildkamera die Temperatur von Objekten (rechter Teil des Bildschirms) erfasst.
(Bild: Oliver Tamagnini/VDA)

Im Rahmen der IAA präsentierte Capgemini eine Studie zum Thema Software-Kompetenz von Automobilherstellern. Das Überraschende: ein Großteil der OEMs sieht sich noch immer schlecht aufgestellt für die Transformation zum softwaredefinierten Fahrzeug. Unter knapp 600 befragten Führungskräften von Automobilherstellern sehen sich gut 70 Prozent gerade mal in der Anfangsphase für softwaregetriebene Geschäftsmodelle (Deutschland: 53 %). Weniger als ein Drittel der teilnehmenden OEMs haben ein Pilotprojekt oder einen Proof of Concept (D: 41 %, China 63 %).

Dabei könne Software helfen, die Produktivität um bis zu 40 Prozent zu steigern und die Kosten um 37 Prozent zu senken, so die Einschätzung von Capgemini. Wichtig sind hierfür schnell anwendbare Software-Plattformen – analog zu den Plattformen im Fahrzeugbau. Laut Umfrage wird der Anteil der Fahrzeuge pro OEM mit einheitlicher Software-Plattform in den kommenden zehn Jahren auf durchschnittlich 35 Prozent steigen (2021: 7 %). Die deutschen Hersteller bleiben auf diesem Gebiet konservativ (4 % auf 23 %).

Über den Autor

 Sven Prawitz

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Fachredakteur, »Automobil Industrie« und Next Mobility