Fahrbericht

Ssangyong Rexton: Viel SUV für wenig Geld

| Autor: Jens Scheiner

Nach der Weltpremiere auf der Seoul Motor Show im Frühjahr 2017 und dem anschließenden Europadebüt auf der Frankfurter IAA im September vergangenen Jahres präsentierte Ssangyong im November den neuen Rexton in Deutschland.
Nach der Weltpremiere auf der Seoul Motor Show im Frühjahr 2017 und dem anschließenden Europadebüt auf der Frankfurter IAA im September vergangenen Jahres präsentierte Ssangyong im November den neuen Rexton in Deutschland. (Bild: Jens Scheiner)

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Mit seinem neuen Flaggschiff Rexton will Ssangyong in Deutschland durchstarten. Die Zeichen stehen gut, denn die vierte Generation sieht nicht nur ansprechend aus und ist technisch auf dem neuesten Stand, sondern ist auch noch günstig. Wir sind das große SUV gefahren.

Für die meisten Menschen in Deutschland ist Ssangyong nach wie vor ein Exot unter den Automobilmarken. Von Januar bis einschließlich Mai wurden in Deutschland laut Kraftfahrtbundesamt 1.107 Neufahrzeuge zugelassen. Da schadet es keineswegs, wenn man mit einem SUV wie dem neuen Rexton (Ssangyongs Topmodell mit 418 Neuzulassungen von Januar bis Mai) ein wenig mehr auffällt. Für die Neuauflage des Flaggschiffs haben sich die Designer Unterstützung von dem Designbüro von Pininfarina geholt. Dieses macht sich bei dem Flaggschiff nun bezahlt. Er sieht rein äußerlich nicht nur wie ein europäisches Oberklassen-SUV aus, sondern auch das Interieur wurde aufgewertet.

Beim Blick in den Innenraum unseres Testwagens mit der höchsten Ausstattungslinie „Sapphire“ fällt sofort die Wertigkeit der Materialien und Verarbeitung auf: Für 2.000 Euro ist das Nappa-Leder-Paket in Ash-Black sowie ein schwarzer Dachhimmel erhältlich. Auch auf den Türinnenseiten findet sich das feine Leder in einer sogenannten „Quilting-Optik“ wieder – Wir interpretieren das als Rautenmuster. Zentrales Bedienelement ist ein 9,2-Zoll großer, hochauflösender Bildschirm, über den unter anderem das Tomtom-Navigationssystem sowie das Radio bedient werden. Das Smartphone lässt sich über Apple Carplay oder Android Auto einbinden. Mehr als ein paar Klicks sind dafür nicht nötig und schon lässt sich die Lieblingsmusik abspielen.

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Bessere Geräuschdämmung im Innenraum

Zudem liefert eine sieben Zoll große und gut ablesbare LCD-Anzeige verschiedene Informationen ins Blickfeld des Fahrers. Das ist ebenso angenehm wie die komfortablen Sitze. Und über die Sitzheizung für beide Sitzreihen freuen sich an kalten Wintertagen sämtliche Passagiere. Diese freuen sich auch über die Ruhe im Innenraum: Denn im Vergleich zum Vorgänger haben die Koreaner die Geräuschentwicklung im Innenraum merklich reduziert. Selbst bei 180 km/h war der Geräuschpegel im Innenraum noch angenehm. Mit dafür verantwortlich sind unter anderem hydraulische Motorlager, der Einsatz von schallabsorbierendem PET (thermoplastischer Kunststoff) in den Dämmmatten und eine verbesserte Versiegelung von Türen, Fenstern und dem Motorraum.

Kein Verbrauchswunder

Apropos Motorraum: Dort arbeitet ein 2,2-Liter-Turbodieselmotor mit 133 kW/181 PS, dessen maximales Drehmoment laut Herstellerangaben 420 Newtonmeter beträgt. Die Automatikvariante soll durchschnittlich 8,1 Liter Dieselkraftstoff je 100 Kilometer verbrauchen. Das haben wir im realen Fahrbetrieb nicht geschafft. Unser Verbrauch lag immer jenseits von zehn Litern. Das erstaunte niemanden. Schließlich ist man mit einem beinahe fünf Meter langen (4.850 mm) und zwei Meter breiten (1.960 mm) sowie fast zwei Meter hohen (1.825 mm) und über zwei Tonnen (2.153 kg) schweren SUV unterwegs. Diese Ausmaße lassen keine Spitzenwerte beim Verbrauch zu, dafür aber Spitzen-Platzverhältnisse.

Bei einem Radstand von knapp 2,87 Metern haben alle Insassen außergewöhnlich viel Platz im Innenraum. Ist das Auto nur mit Fahrer und Beifahrer besetzt, lässt sich das Kofferraumvolumen von 820 Litern auf bis zu 1.977 Liter erweitern. Die optional erhältliche elektrisch öffnende Heckklappe vereinfacht das Beladen.

Unser Testwagen hatte Sonderausstattung (Lackierung, Leichtmetallfelgen, Nappa-Leder-Paket und Elegance-Paket) im Wert von 6.100 Euro an Bord. Damit kommt das SUV auf einen Gesamtpreis von 49.790 Euro. So ausgestattet muss sich der neue Rexton im SUV-Wettbewerbsumfeld nicht verstecken – was ihm bei seiner Größe auch gar nicht möglich ist. Aber natürlich gibt es auch ganz viele Menschen, die all diesen „Schnickschnack“ nicht benötigen. Egal ob für 30.990 Euro oder 49.790 Euro – in jeder Variante hat der neue Rexton mehr zu bieten als nur ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

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