Prognose Stahl für E-Fahrzeuge bereitet Experten Sorgen

Von Svenja Gelowicz

Im Vergleich zu 2020 stagnierte die Fahrzeugproduktion im laufenden Jahr. Die Kurve zeigt nun wieder nach oben – doch Analysten sorgen sich nun wegen einer speziellen Stahlsorte, die künftig knapp werden könnte.

BMW-Fertigung im Werk Leipzig.
BMW-Fertigung im Werk Leipzig.
(Bild: Martin Klindtworth/BMW)

Das Jahr geht zu Ende und Autokonzerne und Zulieferer kommen kaum umhin, in der Rückschau das Thema Halbleitermangel auszusparen. Denn die Anzahl der Fahrzeuge, die wegen der Lieferengpässe bei Chips nicht produziert werden konnten, summieren sich Mitte Dezember auf 9,3 Millionen Einheiten. Das hat das Marktforschungshaus IHS Markit am Donnerstag (16. Dezember) mitgeteilt. Insgesamt haben Autobauer demzufolge im laufenden Jahr gut 75 Millionen Einheiten hergestellt. Das ist ein Prozentpunkt mehr als im Vorjahr.

Deutlich aufwärts geht es demnach im nächsten Jahr. Für 2022 prognostizieren die Analysten einen Anstieg um neun Prozent auf gut 82 Millionen Einheiten. Bis 2023 belasten die Engpässe bei den Chips die Autoproduktion. Diese Einschätzung beruhe auf dem Zusammenspiel zwischen dem Kapazitätszuwachs im Halbleitersektor, dem erhöhten Bedarf an Chips pro Fahrzeug und der robusten Nachfrage nach Chips für Güter in anderen Industriezweigen. Außerdem könnten weitere Stromausfälle in China und Energieprobleme in Europa die Preise weiter steigen lassen.