E-Mobilität Neue Norm macht Ladevorgang vergleichbar

Quelle: sp-x 2 min Lesedauer

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Die Schnelllade-Performance zählt zu den wichtigsten Kaufkriterien beim E-Auto. Bislang sind die Angaben in den Broschüren der Hersteller nur schwer zu vergleichen. Das soll sich ändern.

Ab 2024 sollen sich Hersteller in den Broschüren und Datenblättern zu ihren Fahrzeugen am neuen, weltweiten Standard für die Schnelllade-Performance orientieren.(Bild:  Ford)
Ab 2024 sollen sich Hersteller in den Broschüren und Datenblättern zu ihren Fahrzeugen am neuen, weltweiten Standard für die Schnelllade-Performance orientieren.
(Bild: Ford)

Die Schnellladezeiten von E-Autos sollen besser vergleichbar werden. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat nun gemeinsam mit Partnern einen weltweiten Standard vorgestellt, der die Messung von Ladezeit, Maximalleistung und Ladeeffizienz einheitlich regelt. Ab dem kommenden Jahr soll er von den Fahrzeugherstellern für ihre Werbebroschüren und technischen Datenblätter genutzt werden.

Aktuell gibt jeder Autohersteller die Schnelllade-Performance seiner Fahrzeuge nach eigenem Gutdünken an. So arbeiten einigen Marken mit einem Ladehub von zehn auf 80 Prozent, andere rechnen von 20 oder von fünf bis 80 Prozent.

Einige geben stattdessen oder zusätzlich an, wie viel Reichweite pro Zeiteinheit geladen wird. Auch bei den konkreten Messbedingungen – etwa der Batterietemperatur – fehlen einheitliche Vorgaben.

ISO/SAE 12906 regelt Ladeparameter

Die ISO/SAE 12906 regelt nun zum einen die konkreten Prüfverfahren. „Wir brauchen eine klare Standardisierung der Randbedingungen, ansonsten sind die Werte nicht vergleichbar“, so VDA-Geschäftsführer Marcus Bollig.

Außerdem ist festgelegt, welche Indikatoren angegeben werden sollen. Ein Muss ist die Verwendung der Norm für die Hersteller zwar nicht. Bollig glaubt aber, dass sich das Gros der Unternehmen der Regelung anschließt. Auch, weil der Kunde dies einfordern werde.

Reichweite pro Zeit als zentraler Wert

Ein besonders interessanter Wert für den Verbraucher ist aus Sicht des VDA die in zehn Minuten ladbare Reichweite. Die besten E-Autos kommen aktuell auf Werte von 200 Kilometern und mehr, die langsamsten laden weniger als 50.

Die ISO-Norm legt exakt fest, wie das Auto auf den Test vorbereitet werden muss und welche Rahmenbedingungen herrschen. Unter anderem ist eine Temperatur von 23 Grad vorgesehen (plus/minus drei Grad), die Restreichweite muss beim Start des Ladevorgangs zwischen 15 und 60 Kilometern liegen, was rund zehn Prozent Restkapazität entspricht.

Neben dem für Kunden zentralen „Reichweite-pro-Zeit“-Wert regelt die ISO-Norm weitere Messungen, etwa die Ladezeit von zehn bis 80 Prozent oder die maximale Ladeleistung („Peak Power“), die aber in der Regel nur über eine kurze Zeit anliegt.

Keine Vorgaben für genutzte Ladestationen

Möglich sind zudem Messungen bei minus sieben Grad Celsius (plus/minus drei Grad), um die Leistungsfähigkeit bei extremer Kälte anzugeben. Durchgeführt werden können die Messungen sowohl im realen Straßenverkehr als Teil des eh zu absolvierenden WLTP-Zyklus oder aber im Labor. Vorgaben für die genutzten Ladestationen gibt es nicht.

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