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Elektromobilität Start-up Uniti zeigt sein erstes Elektrofahrzeug

| Autor / Redakteur: Mario Hommen/SP-X / Lisa Marie Waschbusch

Ende 2016 präsentierte das schwedische Start-up Uniti Pläne für den Bau eines kleinen Elektromobils. Nur knapp ein Jahr danach ist der erste Prototyp fertig. 2019 soll der Serienbau starten. Bestellen kann man den One aber schon jetzt.

Das schwedische Start-up Uniti präsentiert den Prototyp seines ersten Elektromobils.
Das schwedische Start-up Uniti präsentiert den Prototyp seines ersten Elektromobils.
(Bild: Eon)

Sie machen es schon wie die ganz Großen der Branche: Mit einer Gala-Show vor hunderten Gästen und Journalisten hat das schwedische Elektroauto-Start-up Uniti Anfang Dezember sein erstes Modell, den One, in Landskrona vorgestellt. Während die Präsentations-Party ganz dem Stil der Autobranche entsprach, will das Fahrzeug selbst in vielerlei Hinsicht Dinge anders machen. Das deutet bereits das eigenwillige Aerodynamik-Design an. Zudem soll sich der kleine Stromer durch einige ungewöhnliche Technik-Details und eine vergleichsweise gute CO2-Bilanz auszeichnen. 2019 soll es losgehen, zu Preisen ab 14.900 Euro.

Sollte 2019 tatsächlich der Serienbau beginnen, wäre das verblüffend schnell, denn 2016 gab es bei dem aus einem Universitätsprojekt heraus entwickelten Start-up nur ein paar Ideen, Konzepte und Computerretuschen. Doch das genügte, um in den vergangenen Monaten 1,2 Millionen Euro auf der Crowdfunding-Plattform Fundbedbyme für den Bau der nun vorgestellten Prototypen zusammenzutragen.

Stark reduzierte CO2-Emissionen

Im One finden zwei Personen hintereinander Platz. Dank eines 15 kW/20 PS leistenden E-Motors soll das Minimobil bis zu 90 km/h schnell werden. Strom für das rund 400 Kilogramm leichte und vornehmlich aus Biomaterial gefertigte Auto kommt aus einer 11-kWh-Batterie. Der Natrium-Ionen-Akku soll Reichweiten von bis zu 150 Kilometer ermöglichen. Entsprechend klein dürfte der CO2-Fußabdruck ausfallen. Laut Uniti soll der One über seinen Lebenszyklus nur etwa ein Viertel der CO2-Emissionen konventioneller Autos verursachen.

Neben der Basisversion hat Uniti nun auch größere Derivate in Aussicht gestellt: So ist die Produktion einer Karosserievariante mit vier oder fünf Sitzen geplant. Zusätzlich soll es auch eine Batterie mit 22 kWh Speicherkapazität geben. Und bei den Antrieben sind bis zu 40 kW/54 PS starke Leistungsstufen geplant.

Variante mit Flugzeugsteuer

Darüber hinaus versprechen die Macher ein grundlegend verbessertes Fahrerlebnis und einzigartige Sicherheitstechniken. Neben einer Version mit klassischem Lenkrad will Uniti zum Beispiel eine Variante mit Flugzeugsteuer anbieten, bei der dank Steer-by-wire-Technik der Fahrer beschleunigt, indem er die beiden Lenkradgriffe wie einen Joystick nach vorne schiebt, und bremst, indem er diese zurückzieht. Fußpedale haben hier ausgedient. Zudem sollen sich Uniti-Autos für Carsharing-Anwendungen besonders gut eignen und automatisiertes Fahren bieten.

Uniti nimmt gegen eine Gebühr von 149 Euro Vorbestellungen entgegen. Es sollen schon über 1.000 Reservierungen vorliegen. Wer sich einen One reserviert, wird früher als andere den Online-Konfigurator nutzen können und bei der Auslieferung bevorzugt behandelt. In zwei Mediamarkt-Filialen in den schwedischen Metropolen Malmö und Stockholm hat Uniti bereits zwei Showrooms eröffnet. Sollte der Test dieser Vertriebsform erfolgreich verlaufen, sollen weitere Showrooms in anderen Mediamärkten folgen.

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