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Zulieferer Stellenabbau bei Brose: Diese Standorte sind betroffen

Autor: Sven Prawitz

Der Automobilzulieferer gab vor einem Jahr einen größeren Stellenabbau bekannt. Nun nennt das Unternehmen die betroffenen Standorte. An einem wird die Produktion eingestellt.

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Brose-Standort in Coburg.
Brose-Standort in Coburg.
(Bild: Brose)

Bereits vor der Coronakrise verkündete der Zulieferer Brose einen Stellenabbau von 2.000 Arbeitsplätzen in Deutschland. Nun habe man sich mit den Arbeitnehmervertreter geeinigt, wie die Stellen ab 1. Januar 2021 abgebaut werden sollen. Betroffen sind die Standorte in Bamberg, Coburg, Hallstadt, Wuppertal und Würzburg.

Etwa 900 Stellen konnten nach Unternehmensangaben durch Altersteilzeitverträge oder durch Nichtbesetzen frei gewordener Stellen abgebaut werden. Die weiteren 1.100 Stellen sollen bis Ende 2022 abgebaut werden. Konkret entfallen an den Standorten: Coburg 440 Stellen, Bamberg und Hallstadt 280 Stellen sowie Würzburg 180 Stellen und Wuppertal 235 Stellen. An letztgenanntem Standort wird die Produktion von Schließsystemen Ende 2024 komplett eingestellt.

Ob neben dem Stellenabbau auch Produktionsanlagen oder Projekte an ausländische Brose-Standorte verlagert werden, wollte das Unternehmen nicht kommentieren. Es heißt, der Zulieferer will beispielsweise in China, Mexiko, Tschechien und Serbien seine Produktionskapazitäten ausbauen, um auf Dauer konkurrenzfähig zu bleiben.

Weniger Hierarchie, mehr Verantwortung für Einzelne

Bereits im Dezember 2019 verabschiedeten die Gesellschafter der Brose-Gruppe ein Investitionsprogramm. Der Stellenabbau soll dabei die Grundlagen für ein rentables Geschäft bilden. „So schaffen wir finanzielle Freiräume für Investitionen in Zukunftstechnologien und neue Geschäftsfelder“, sagt Ulrich Schrickel, Vorsitzender der Geschäftsführung.

Für mehr Effizienz sollen zudem einfacher Abläufe sowohl in der Produktion, als auch in der Verwaltung sorgen. Hierarchieebenen würden abgebaut und die Übernahme von Verantworten auf jeder Ebene gestärkt, heißt es in einer Mitteilung des Zulieferers.

Sparen für ein positives Ergebnis

Im laufenden Geschäftsjahr habe sich der Umsatz von Brose nach den erheblichen Einbrüchen im Frühjahr wieder stabilisiert. Etwas unter fünf Milliarden Euro will das Unternehmen 2020 erwirtschaften. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr werde mit 20 Prozent geringer ausfallen als zuletzt erwartet. Trotzdem will Brose für das laufende Geschäftsjahr schwarze Zahlen schreiben.

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 Sven Prawitz

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Technikjournalist