Elektromobilität Tesla-Konkurrent Rivian sammelt erneut Milliarden ein

Autor: Svenja Gelowicz

Das Start-up Rivian zementiert mit frischem Geld seine Produktionspläne. Hauptinvestor ist ein Online-Handelsriese, für den das kalifornische Unternehmen elektrifizierte Lieferfahrzeuge bauen soll.

Der Tesla-Konkurrent Rivian hat frisches Geld eingesammelt – insgesamt 2,5 Milliarden Dollar.
Der Tesla-Konkurrent Rivian hat frisches Geld eingesammelt – insgesamt 2,5 Milliarden Dollar.
(Bild: Rivian)

Das kalifornische E-Auto-Unternehmen Rivian hat erneut Geld eingesammelt. Im Zuge einer Finanzierungsrunde hat das Start-up 2,5 Milliarden Dollar erhalten. Der Hauptgeldgeber ist dabei Amazon. Seit 2019 hat Rivian damit insgesamt 10,5 Milliarden Dollar bekommen.

„Da wir uns dem Start der Fahrzeugproduktion nähern, ist es wichtig, dass wir weiter nach vorne schauen und die nächste Wachstumsphase von Rivian vorantreiben“, sagte Rivian-CEO RJ Scaringe in einer Mitteilung vom Freitag (23. Juli). „Diese Finanzspritze von vertrauenswürdigen Partnern ermöglicht es Rivian, neue Fahrzeugprogramme zu skalieren, unsere inländische Werksfläche zu erweitern und die internationale Produkteinführung voranzutreiben.“

Rivian konkurriert in den USA mit Unternehmen wie Tesla und Nikola um das lukrative Pick-up-Segment. Zwischen Tesla und Rivian hat sich dabei sogar ein Rechtsstreit entwickelt – das von Elon Musk geleitete Unternehmen hat die Kalifornier wegen Know-how-Diebstahls verklagt, Rivian bestreitet das.

Rivian: Zweite Fertigung in den USA?

Die Nachrichtenagentur „Reuters“ berichtet derweil, dass Rivian bereits eine zweite Fertigung plane. Dort sollen dann auch Batteriezellen produziert werden, heißt es in einem Bericht von vergangener Woche. Das erste Werk steht bereits im Bundesstaat Illinois. Im Frühjahr berichteten Medien mit Verweis auf Insider, dass Rivian auch in Europa ein Werk plane. Bestätigt hat das Unternehmen die Berichte nicht.

Unterdessen hat der angehende Autohersteller Probleme, seine ersten beiden Pickup-Modelle zu produzieren. Medienberichten zufolge muss Rivian den Lieferstart um zwei Monate verschieben. Man wolle jedoch noch 2021 die ersten Fahrzeuge zu den Kunden bringen. Ein Grund für den Verzug ist laut Scaringe der derzeit akute Halbleitermangel in der Automobilbranche.

Rivian will neben einem SUV und einem Pick-up Lieferwagen für Amazon auf den Markt bringen. Der Online-Handelsriese hat laut Rivian 100.000 der speziell angepassten E-Lieferwagen geordert.

(ID:47538416)

Über den Autor

 Svenja Gelowicz

Svenja Gelowicz

Redakteurin im Ressort Management