Elektromobilität

Tesla und Panasonic stoppen Gigafactory-Ausbau

| Autor / Redakteur: Christoph Seyerlein / Sven Prawitz

Teslas Gigafactory in Nevada.
Teslas Gigafactory in Nevada. (Bild: Tesla)

Eigentlich wollten Tesla und Panasonic die Kapazitäten in der Gigafactory 1 in Nevada bis 2020 deutlich hochfahren. Doch daraus wird nun erst einmal nichts. Die angedachten Investitionen liegen aus mehreren Gründen auf Eis. Das hat auch für die geplante Batterie-Fabrik in Schanghai Folgen.

Tesla und Panasonic haben den Ausbau der größten Batteriefabrik der Welt, der Gigafactory 1 in Nevada, bis auf Weiteres gestoppt. Das berichtet die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei. Die Gründe dafür seien vielfältig: Zum einen ist es unsicher, wie sich die Nachfrage nach den Zellen entwickelt. Zudem sinken die Margen in der Batteriebranche. Und dann wäre da noch die angespannte finanzielle Situation bei Tesla.

Ursprünglich wollten die Partner die Kapazitäten der Fabrik bis nächstes Jahr um etwa 50 Prozent steigern. Da der Elektroauto-Absatz aber unter Plan laufe, habe man sich darauf verständigt, dass ein entsprechendes Investment derzeit zu riskant wäre, schreibt Nikkei.

Aktuell soll die Gigafactory 1 mehr als eine halbe Million Autos pro Jahr mit Batterien versorgen können. Die Produktionskapazität liegt bei 35 Gigawatt-Stunden (GWh). Bis zum Jahr 2020 sollte dies ursprünglich auf 54 GWh steigen. Bis heute haben Tesla und Panasonic 4,5 Milliarden US-Dollar in die Fabrik gesteckt.

Gigafactory in Schanghai ebenfalls betroffen

Der jetzige Expansions-Stopp hat auch Auswirkungen auf Teslas Gigafactory-Projekt in Shanghai. Dort stoppt Panasonic seine geplante finanzielle Beteiligung am Aufbau dem Bericht zufolge ebenfalls.

Tesla hatte vor Kurzem mit seinen jüngsten Quartalszahlen enttäuscht. Der Absatz brach im Vergleich zu Q4 2018 um fast ein Drittel ein. Zuletzt war immer wieder von Logistikproblemen beim kalifornischen E-Auto-Hersteller zu lesen.

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