Suchen

Wirtschaft Thun Automotive übernimmt insolvente Hako Automotive

Autor: Jens Scheiner

Nach der Insolvenz hat Hako Automotive mit Thun Automotive einen neuen Investor gefunden. Der Geschäftsbereich Hako Beschlag wird im Rahmen eines MBO von den bisherigen Geschäftsführern weitergeführt.

Firmen zum Thema

Thun Automotive hat die insolvente Ferd. von Hagen Söhne & Koch übernommen.
Thun Automotive hat die insolvente Ferd. von Hagen Söhne & Koch übernommen.
(Bild: Thun Automotive)

Durch operative Probleme in den Jahren 2018 und 2019 hat der Autozulieferer Ferd. von Hagen Söhne & Koch (Hako) bereits zu Beginn dieses Jahres umfangreiche Sanierungsmaßnahmen eingeleitet, um sich zu restrukturieren. Die Covid-19-bedingten Einbrüche in der Automobilindustrie im Frühjahr zwangen das Unternehmen nach eigenen Angaben letztlich in die Insolvenz.

Der zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellte Rechtsanwalt Jens Schmidt von der Kanzlei Runkel Rechtsanwälte konnte den Geschäftsbetrieb stabilisieren und über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens hinaus fortführen. Im Rahmen eines Investorenprozesses konnten mehrere Interessenten für einen Erwerb gewonnen werden, bei dem sich letztlich die Unternehmensgruppe Thun Automotive durchgesetzt hat. Thun ist ebenfalls in der Metallbearbeitung für die Automobilindustrie tätig.

Der Investor Thun übernimmt den Automotive-Geschäftsbetrieb mit der Mehrzahl der Mitarbeiter im Rahmen eines sogenannten Asset Deals, während das Geschäftsfeld Hako Beschlag durch ein Management Buyout (MBO) von den beiden Geschäftsführern, Kai Bigge und Andreas Hallmann, fortgeführt wird.

Über Ferd. von Hagen Söhne & Koch GmbH & Co. KG

In den Geschäftsbereichen Hako Automotive und Hako Beschlag produziert das Unternehmen Beschläge und Scharniere für Kunden wie Ford, MAN, Daimler, Adient und Porsche. Neben dem Firmensitz in Wuppertal wurde im Rahmen der 2018 angestoßenen Sanierung ein weiterer Standort in der Slowakei eröffnet. Hako erzielte 2019 mit rund 130 Mitarbeitern einen Umsatz von über 30 Millionen Euro.

(ID:46936457)

Über den Autor

 Jens Scheiner

Jens Scheiner

Redaktioneller Mitarbeiter Online/Print, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE