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Motorsport Engineering Toyota LMP1 setzt auf Twin-Turbo-Hybrid

Autor / Redakteur: Ampnet / Wolfgang Sievernich

Der japanische Automobilhersteller setzt beim Kampf gegen Porsche und Audi auf einen neu entwickelten 2,4 Liter Twin-Turbo Sechszylinder statt auf den bisherigen 3,7-Liter-V8-Sauger.

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Das Toyota-Werksteam startet in die Saison mit den beiden neu entwickelten Toyota TS050 Hybrid, die ein neues Antriebskonzept nutzen.
Das Toyota-Werksteam startet in die Saison mit den beiden neu entwickelten Toyota TS050 Hybrid, die ein neues Antriebskonzept nutzen.
(Foto: Toyota)

Für Toyota Gazoo Racing, das Motorsport-Team des japanischen Automobilherstellers, beginnt in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) eine neue Phase: Das Team startet in die Saison mit den beiden neu entwickelten Toyota TS050 Hybrid. Beide Prototypen nutzen ein neu entwickeltes Antriebssystem. Damit erhofft man sich gegen den harten Wettbewerb von Porsche und Audi Vorteile.

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Hybrid mit Batterie statt Superkondensator

Der TS050 ist das dritte komplett neue WEC-Fahrzeug von Toyota seit dem Start in der Langstrecken-Weltmeisterschaft im Jahr 2012. Herzstück seines Antriebskonzepts ist ein 2,4-Liter-Sechszylinder mit Twin-Turboaufladung und Direkteinspritzung, kombiniert mit einem Acht-Megajoule-Hybrid. Der Antrieb wurde wurden von der Motorsport-Entwicklungsabteilung im Toyota Higashi-Fuji Technical Center in Japan konzipiert. Die neue Turbomotoren-Generation passt laut Unternehmen besser zu den aktuellen FIA-Regularien, die unter anderem den Kraftstofffluss im Rennen limitieren. Um einen Technologietransfer in die Serie sicherzustellen, hat sich der Automobilhersteller für die Energieaufnahme in eine Batterie, statt des bislang verwendeten Superkondensators entschlossen. Alle Serienfahrzeuge von Toyota/Lexus verwenden eine ähnliche Batterietechnik.

TMG in Köln entwickelte neues Chassis

Die in Köln beheimatete Toyota Motorsport GmbH hat nahezu das komplette Chassis neu gestaltet. Ein überarbeitetes Getriebe bringt das deutlich höhere Drehmoment des Turbomotors an die Räder. Außerdem ermöglicht die Positionierung der Motor-Generatoren-Einheit einen besseren Luftstrom unter dem Fahrzeug. Um den Reifenverschleiß zu minimieren, wurde außerdem das Fahrwerk überarbeitet.

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