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Additive Manufacturing Trumpf Sisma: Joint Venture für 3-D-Druck

| Redakteur: Michael Ziegler

Trumpf hat ein Joint Venture für die generative Fertigung vereinbart. Partner ist der italienische Laserhersteller Sisma S.p.A., der zu 45 Prozent an dem neuen Unternehmen beteiligt ist, während Trumpf 55 Prozent der Anteile hält.

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Generative Fertigung: Laserauftragschweißen auf einem Werkstück.
Generative Fertigung: Laserauftragschweißen auf einem Werkstück.
(Foto: TRUMPF)

Beide Teilhaber bringen Know-how, Personal und Kapital in das Joint Venture ein. Die Trumpf Sisma S.r.l. hat ihren Sitz im italienischen Piovene Rocchette bei Vicenza. Dort wollen die Unternehmen gemeinsam Fertigungssysteme der neuesten Generation für das 3-D-Drucken von Metallteilen entwickeln.

Mit dieser auch „Additive Manufacturing“ genannten Technologie können direkt aus dem 3-D-Konstruktionsprogramm beliebige Teile aufgebaut werden: Sie entstehen Schicht für Schicht aus metallischem Pulver, gefügt mit der Kraft eines Lasers. Die Technologie hat das Potential, Verfahren wie Fräsen oder Gießen teilweise zu ersetzen. Die Bauteile sollen dabei genauso belastbar und beständig sein wie ihre konventionell gefertigten Pendants.

Bereits heute qualifizieren Unternehmen aus verschiedensten Branchen Bauteile und Produkte, für deren Fertigung sich Additive Manufacturing anstelle bisheriger Verfahren eignet. Um hier Lösungen anbieten zu können, arbeitet Trumpf sowohl am Headquarter in Ditzingen als auch gemeinsam mit Sisma an einem schnellen Markteinstieg. Mit ihrer Kompetenz im Laser- und Maschinenbau wollen die Joint-Venture-Partner Fertigungsmaschinen für die Serienproduktion anbieten. „Viele Maschinen, die heute im Markt sind, zielen eher auf den Prototypenbau“, so Dr. Peter Leibinger, Vorsitzender der Trumpf Lasertechnik. „Doch in Zukunft wird es bei den Anlagen zur generativen Fertigung vor allem auf Industrietauglichkeit ankommen.“

Einstieg in Additive Manufacturing bereits vor mehreren Jahren

Sisma hat schon vor mehreren Jahren damit begonnen eine Additive Manufacturing-Maschine für die Fertigung kleinerer Metallgegenstände zu entwickeln. Diese Expertise bringt das italienische Unternehmen in das Joint Venture ein. Mit einem Umsatz von 33 Millionen Euro und rund 1.000 verkauften Lasern pro Jahr ist Sisma laut eigenen Angaben der größte Laserhersteller Italiens. Das Unternehmen beschäftigt etwa 130 Mitarbeiter und blickt auf mehr als 50 Jahre Erfahrung in der Präzisionsmechanik und Industrieautomation zurück. Die wesentlichen Zielmärkte des Laser- und Systemanbieters sind die Bereiche Schmuck, Fashion, Dental und Industrie.

Trumpf hat sich im Jahr 2000 in den Bereich des Additive Manufacturing begeben. Für die „TrumaForm“ – eine Universalmaschine für die generative Fertigung metallischer Werkstoffe – war der Markt für die Serienfertigung von Bauteilen jedoch noch nicht entwickelt. Mit Beginn dieses Jahres ist Trumpf erneut in das Additive Manufacturing-Geschäft eingestiegen.

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