Brose

Türsysteme aus CFK

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Gestalterisches Potenzial

Der Werkstoff bietet gestalterisches Potenzial bei der punktgenauen Ausformung der Wandstärke, des Faserverlaufes und des Lagenaufbaus: Wo mehr Festigkeit benötigt wird, wird das Material verstärkt oder der Faserverlauf angepasst. An anderen Stellen bleibt die Wandstärke hauchdünn. Dies spart weiteres Gewicht, denn Verstärkungsbleche, die bei marktüblichen Systemen gegen Belastung durch Türabsenkung, Windlast und Torsion im Türinnenteil notwendig sind, entfallen.

Aramidfasern für Crashsicherheit

An crashrelevanten Stellen sorgen Aramidfasern mit hoher Bruchdehnung für Crashsicherheit. In den Bereichen der Tür, wo hohe Festigkeit bzw. Steifigkeit nötig ist, kommen Karbonfasern zum Einsatz. Im Brose eigenen Prüfzentrum konnten die Ingenieure bereits während frühen Entwicklungsphasen verschiedene Versionen des Strukturaufbaus testen. Das Ergebnis: Das Türsystem erfüllt oder übertrifft alle weltweit gängigen Standards.

Zykluszeiten unter fünf Minuten

Das erhöhte Integrationspotenzial in der CFK-Tür erlaubt, die Zahl der Bauteile und damit die Kosten zu verringern. Experten zufolge werden die Material- und Fertigungskosten für Karbonbauteile bis 2020 deutlich sinken. Auch bei den Verarbeitungstechniken zeichnet sich ein Fortschritt ab: Beim RTM-Verfahren (Resin Transfer Molding-Verfahren), das besonders für Schalenbauteile geeignet ist, haben sich die Zykluszeiten in den letzten zwei Jahren von rund 15 auf weniger als fünf Minuten verringert – Tendenz sinkend.

Für Profilbauteile, wie Fensterführungsprofile oder Fensterheberschienen, kommt das Pultrusions- Verfahren zur Anwendung. Mit diesem lassen sich gerade und gekrümmte Profile in einem kontinuierlichen Prozess bei vergleichsweise geringen Werkzeugkosten herstellen.

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