Suchen

Studie Umfrage: Geteiltes Echo zum digitalen Arbeitsplatz

| Autor: Jens Scheiner

Zwischen jüngeren und älteren Berufstätigen in Deutschland herrschen beim Thema „Digital Workplace“ große Unterschiede. Das ist ein Ergebnis einer Online-Befragung des Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag von Hirschtec.

Firmen zum Thema

Zwischen jüngeren und älteren Berufstätigen in Deutschland herrscht beim Thema „Digital Workplace“ große Unterschiede.
Zwischen jüngeren und älteren Berufstätigen in Deutschland herrscht beim Thema „Digital Workplace“ große Unterschiede.
(Bild: Bosch)

Sehen durchschnittlich nur 29 Prozent der Berufstätigen dringenden, das heißt sehr hohen bis hohen, Modernisierungsbedarf am digitalen Arbeitsplatz, so sind es bei den 18- bis 24-Jährigen 40 Prozent – und damit mehr als doppelt so viele wie bei den über 55-Jährigen (19 Prozent). Auch mit Blick auf die interne Kommunikation zeigt sich: Wo die Hälfte der älteren Beschäftigten überzeugt ist, dass in ihrem Unternehmen eine Kultur des Teilens und der Zusammenarbeit herrscht, sind es bei den jüngeren 41 Prozent. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle YouGov-Umfrage zum Thema „Der digitale Arbeitsplatz ganzheitlich gedacht: Mythos oder Realität?“ im Auftrag der Intranet-Agentur Hirschtec. Im Zeitraum vom 10. Mai bis 17. Mai 2019 wurden 1.000 Berufstätige, die hauptsächlich im Büro arbeiten, in Deutschland sowie 250 in Österreich und 251 in der Schweiz zu diesem Thema befragt.

Junge Beschäftigte hadern mit Arbeitsumgebung

Speziell die jungen Beschäftigten scheinen folglich am stärksten mit dem Digital Workplace (Hardware, Anwendungsprogramme, Zugang zur digitalen Arbeitsumgebung von außerhalb des Unternehmens) zu hadern. Ein möglicher Grund: Sie sind aus ihrem privaten Alltag die intuitive Nutzung digitaler Tools wie Social Media oder Messenger-Dienste, den mobilen Zugriff auf verschiedenste Apps sowie eine optimale Hardware-Ausstattung mit Smartphone, Laptop und Co. gewohnt. Diesen „Internet“-Standard, mit dem sie aufgewachsen sind, erwarten sie auch im Arbeitsalltag.

Bildergalerie

Hingegen scheinen ältere Berufstätige, die keine digitale Kind- und Jugendzeit hatten, diese Vergleiche und Anforderungen nicht an den Tag zu legen. So fühlen sich 58 Prozent der über 55-jährigen Berufstätigen gut durch ihre derzeitige digitale Arbeitsausstattung unterstützt. Sogar 76 Prozent sagen, dass diese einen hohen Stellenwert in ihrem Unternehmen einnimmt. Bei den 25- bis 34-Jährigen (61 Prozent) und den 18- bis 24-Jährigen (63 Prozent) stimmen dieser Aussage deutlich weniger Befragte zu.

Integrierter Digital Workplace nicht etabliert

Betrachtet man den digitalen Arbeitsplatz ganzheitlich – als Zusammenspiel von Hard- und Software, persönlicher und digitaler Kommunikation sowie modernen Raumkonzepten – so zeigt sich: Nur die Hälfte der Berufstätigen in Deutschland stimmt der Aussage (voll und ganz) zu, dass die räumliche Ausstattung ihrer Büroflächen den Austausch und die Kommunikation fördert. Integriert gedachte „Digital Workplace“-Konzepte scheinen folglich noch längst nicht gänzlich etabliert zu sein.

(ID:46015742)

Über den Autor

 Jens Scheiner

Jens Scheiner

Redaktioneller Mitarbeiter Online/Print, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE