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Beruf Umfrage: Work-Life-Balance leidet unter Homeoffice

| Autor: Jens Scheiner

Das Career Institut hat 6.000 Arbeitnehmer im DACH-Raum zur aktuellen Stimmung befragt. Regeln und Ausstattung für das Homeoffice werden positiv bewertet – die Work-Life-Balance allerdings nicht.

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Einer Befragung zum Thema Homeoffice zufolge sind die meisten Arbeitnehmer mit ihrer aktuellen Arbeitssituation zufrieden.
Einer Befragung zum Thema Homeoffice zufolge sind die meisten Arbeitnehmer mit ihrer aktuellen Arbeitssituation zufrieden.
(Bild: VW )

Die Coronaepidemie steht für Umstellung: Deshalb hat Career Institut & Verlag 6.000 Arbeitnehmer im DACH-Raum zur Stimmung im Unternehmen befragt. Obwohl viele mit der Umstellung auf Homeoffice Neuland betreten, zeichnet sich ein durchaus positiver Umgang mit dieser Herausforderung ab: Über die Hälfte der Befragten gibt an, dass es bereits klar formulierte Regeln für die Arbeit von zuhause aus gibt. 88 Prozent bewerten diese Vorgaben, deren Mehrheit den Informationsfluss reguliert, als positiv. Das Resultat: 91 Prozent der Befragten stehen nach wie vor in gutem Kontakt zu Kollegen und Vorgesetzten. Letztere schaffen es in den meisten Fällen auch, weiterhin ausreichend Feedback zu geben, 21 Prozent wünschen sich allerdings mehr Unterstützung.

Ständige Erreichbarkeit trübt das Bild

Dass die Nutzung digitaler Kanäle und mobiler Geräte bereits vor Covid-19 gut etabliert war, trägt zur Umsetzung der momentanen Maßnahmen bei. Ganze 94 Prozent der Teilnehmer der Auswertung berichten von einer guten Homeoffice-Ausstattung. So lässt sich insgesamt ein positives Fazit ziehen: 81 Prozent sind mit der aktuellen Arbeitssituation zufrieden.

Trotzdem birgt der neue Berufsalltag auch Schattenseiten, vor allem in puncto Work-Life-Balance: Durch die ständige Erreichbarkeit – frei nach dem Motto „Wir sind ja sowieso zuhause“ – wird es zunehmend schwieriger, Arbeit und Privatleben voneinander abzugrenzen. Außerdem vermissen fast alle Teilnehmer den informellen Austausch mit dem Kollegium, was besonders die Arbeit der HR-Abteilungen zusätzlich erschwert. Denn nur wenn die Stimmung passt, wird auch produktiv gearbeitet.

Über die Befragung

Mit Hilfe des Stimmungsbarometer „Robin Mood“, das Career Institut & Verlag in Zusammenarbeit mit Arbeitspsychologen entwickelt hat, können Teilnehmer ihre Daten über Desktop oder per App zur Verfügung stellen. Neben den von Experten und anhand des Arbeitsschutzgesetzes definierten Fragebögen können auch eigene Befragungen durchgeführt werden.

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Über den Autor

 Jens Scheiner

Jens Scheiner

Redaktioneller Mitarbeiter Online/Print, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE