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Interview „Verbrennungsmotoren bleiben eine Stärke der deutschen Autoindustrie“

| Autor / Redakteur: Claus-Peter Köth / Lena Bromberger

Der Fokus auf elektrifizierte Antriebe bedeutet für ZF-Chef Wolf-Henning Scheider nicht das Aus für den Verbrenner. Im Interview erklärt er die neue Fokussierung des Friedrichshafener Konzerns.

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„Wenn wir es mit der CO2-Reduktion ernst meinen, müssen wir auch an die nicht elektrifizierte Bestandsflotte denken“, sagt Wolf-Henning Scheider, ZF CEO.
„Wenn wir es mit der CO2-Reduktion ernst meinen, müssen wir auch an die nicht elektrifizierte Bestandsflotte denken“, sagt Wolf-Henning Scheider, ZF CEO.
(Bild: ZF)

Die Krise der Automobilindustrie hat beim Zulieferer ZF für hohe Verluste gesorgt. Unter anderem deshalb hat Vorstandschef Wolf-Henning Scheider einen beschleunigten Konzernumbau angekündigt. „Wir erwarten, dass die Elektrifizierung jetzt noch schneller kommt“, sagte Scheider jüngst auf der ZF-Bilanzpressekonferenz. Deshalb werde man künftig keine Produkte mehr für reine Verbrennungsmotoren entwickeln.

Herr Scheider, ist diese Entscheidung nicht etwas überstürzt – viele OEMs rechnen noch mindestens 30 Jahre mit verbrennungsmotorischen Antrieben?

Im Bereich der Antriebstechnik haben wir viele langjährige Partnerschaften mit unseren Kunden. Daher werden wir sie auch in Zukunft mit jenen Produkten beliefern, die sie aus unserem bestehenden Programm abrufen. Dazu zählen auch Lösungen für rein verbrennungsmotorische Antriebe. Bei der Entwicklung neuer Produkte werden wir jedoch fortan stets von der elektrifizierten Variante ausgehen und unsere Forschungs- und Entwicklungskapazitäten darauf fokussieren. Das gilt auch für Investitionen in Produktionskapazitäten.

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 Claus-Peter Köth

Claus-Peter Köth

Chefredakteur