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Entwicklungsdienstleister

Vispiron-Chef Frank Nies: „Manche EDLs müssen nachlegen“

| Autor/ Redakteur: Sven Prawitz / Maximiliane Reichhardt

In der EDL-Branche häufen sich Partnerschaften und Beteiligungen. Frank Nies, Geschäftsführer von Vispiron Systems, sieht dennoch Herausforderungen, die noch nicht jeder Entwicklungsdienstleister bewältigen kann.

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Frank Nies, Geschäftsführer von Vispiron Systems, auf dem EDL-Circle 2018 in Würzburg.
Frank Nies, Geschäftsführer von Vispiron Systems, auf dem EDL-Circle 2018 in Würzburg.
(Bild: Stefan Bausewein)

Man muss zwischen projektbezogenen und langfristigen strategischen Partnerschaften unterscheiden. Bei projektbezogenen Partnerschaften ist meist ein Unternehmen führend – in der Luftfahrt werden hierzu häufig Konsortien gebildet, in denen sich die Unternehmen auf Augenhöhe das Risiko teilen. Das kennen wir im Automotive-Bereich so nicht. Daher ist die Fähigkeit, Partnerschaften – auch kurzfristig – eingehen zu können, ein Erfolgsfaktor der Geschäftsentwicklung. Strategische Partnerschaften entstehen vor allem bei thematisch fokussierten Unternehmen, die sich zu schlagkräftigen virtuellen Anbietern zusammenschließen.

Wird es künftig auch in der Automobilindustrie Konsortien geben?

Ja, das wird kommen. Beides – die Fähigkeit, kurzfristig projektbezogene Partnerschaften eingehen zu können sowie über strategische Partnerschaften zu verfügen – ist für Vispiron wichtig. Denn die Ausschreibungen und Vergaben verändern sich bezüglich ihrer Größe: Bei bis zu 500 Mitarbeitern in einem Projekt hätten kleinere Engineering-Dienstleister keine Chance mehr. Außerdem verlagert sich die Entscheidungsverantwortung im Projekt hin zum EDL.

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Sven Prawitz

Sven Prawitz

Technikjournalist