Elektromobilität Volkswagen baut nächste Batteriezellenfabrik bei Valencia

Quelle: dpa

Volkswagen hat angekündigt, seine dritte Batteriezellenfabrik etwa 300 Kilometer südwestlich des Hauptsitzes von Seat zu bauen. Und auch die Standort-Pläne für ein viertes Batteriewerk werden konkreter.

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Mit eigenen Batteriezellwerken will Volkswagen unabhängiger von Lieferanten werden.
Mit eigenen Batteriezellwerken will Volkswagen unabhängiger von Lieferanten werden.
(Bild: Volkswagen)

Volkswagen wird eine weitere Batteriezellenfabrik nahe Valencia bauen. Nach Skellefteå in Nordschweden und Salzgitter in Niedersachsen entsteht damit ein weiterer Standort, von dem aus Europas größte Automobilgruppe eigene Akkuzellen für Elektrofahrzeuge beziehen wird. So will sich der Autokonzern unabhängiger von den dominanten Lieferanten aus Asien machen.

Schon länger war bekannt, dass Volkswagen Spanien als Standort für seine dritte Batteriefabrik favorisiert. Bis zu einer finalen Entscheidung wollte der Autobauer aber zunächst noch die Förderbereitschaft der Politik prüfen. Nun stehe fest, dass man sich beim Gesamtprojekt in Spanien für ein Programm namens „Future Fast Forward“ bewerben werde, hieß es. In dieses sind auch weitere Unternehmen eingebunden. Die Investitionen betragen in der Summe über sieben Milliarden Euro. Die Seat-Standorte Martorell und Pamplona sollen ebenfalls profitieren.

Volkswagen knüpft ein Netz der Batteriezellenproduktion

Insgesamt geht es nach Aussage von Volkswagen aber nicht nur um die Batteriezellen, sondern auch um weitere Teile und Produktionsprozesse rund um die E-Mobilität. Spaniens Regierung werde die Ausschreibung Anfang April starten. In Sagunt bei Valencia sollen dann über 3.000 Beschäftigte eine Zukunft haben. Die Gesamtkapazität der Fabrik soll bei rund 40 Gigawattstunden im Jahr liegen. Die konkrete Umsetzung hänge noch vom formalen Ergebnis der Bewerbung und einigen Genehmigungsschleifen ab.

Läuft alles wie geplant, knüpft Volkswagen allmählich ein Netz von Batteriezellenwerke in Europa. Eine vierte Batteriefabrik des Konzerns soll aller Voraussicht nach in Osteuropa entstehen. Mit der Sichtung nach einem passenden Standort beschäftigt sich derzeit Skoda.

Ein halbes Dutzend VW-Batteriewerke für Europa

Der VW-Betriebsrat fordert allerdings auch, dass noch mindestens ein weiteres Batteriezellenwerk in Deutschland entsteht. Die niedersächsische Nordseeküste rund um das Fahrzeugwerk Emden oder die Region um die sächsischen Standorte Zwickau, Chemnitz und Dresden hätten dazu die besten Chancen, heißt es. Insgesamt sind in Europa zunächst sechs Zellfabriken von Volkswagen geplant.

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