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Verbundprojekt Alpha-Laion
Auch Bosch ist gut vernetzt: Das Unternehmen kooperiert unter anderem mit Daimler bei der Produktion von Elektromotoren für Hybrid- oder Elektroantrieben (EM-Motive). Das Gemeinschaftsunternehmen SB Limotive mit Samsung hingegen ist seit 2012 bereits wieder liquidiert. Bosch führt die Serienprojekte für Batteriesysteme alleine fort und greift dazu auf Batteriezellen von Samsung und anderen Herstellern zurück. Bis Ende dieses Jahrzehnts will Bosch die Großserienfertigung der Lithium-Ionen-Akkus selbst im Griff haben und dann darüber entscheiden, in die Batterieproduktion einzusteigen. Ein Baustein für dieses Ziel ist das Verbundprojekt Alpha-Laion: Dort wollen die Partner BASF, BMW, Bosch, Daimler, SGL Group und Wacker Chemie Lithium-Ionen-Zellen mit besonders hoher Energiedichte – mehr als 250 Wattstunden pro Kilogramm – entwickeln.
Marktvolumen von bis zu 25 Milliarden Euro
Es lockt nämlich ab dem Jahr 2020 ein Marktvolumen von bis zu 25 Milliarden Euro allein für die Energiespeicher – wenn die bis dahin prognostizierten Produktionszahlen für Elektromobile zutreffen. So lange werden die OEMs zur Erzielung von Skaleneffekten aber noch etliche Komponenten bei Zulieferern fertigen lassen, beispielsweise die Umrichter, Leistungs- und Batterieelektronik sowie Elektromotoren. Mahle erwartet zudem bei den Dienstleistungen entlang des gesamten Entwicklungsprozesses – von der Konzeptidee bis zur Fahrzeugintegration und Applikation – wachsende Geschäftsmöglichkeiten für Zulieferer. Siemens rechnet mit Aufträgen bei der Ladetechnik, Apps und Flottenkonzepten. Das Outsourcing dürfte aber stark davon abhängen, welche Komponenten des Elektroantriebs die OEMs künftig als wettbewerbsdifferenzierend ansehen. Aus Sicht der Zulieferer werden das deutlich weniger als beim Verbrennungsmotor sein.
Nischenmärkte für Elektroauto-Anwendungen entstehen
Unterhalb der Großserie entstehen zudem noch Nischenmärkte für Elektroauto-Anwendungen, etwa bei Umbauten sowie bei Nutzfahrzeugen und Arbeitsmaschinen in Kleinserie. Hier hat sich Linde Material Handling (MH) etabliert, eigentlich ein Produzent von Gabelstaplern. Das Unternehmen liefert die modifizierten Staplerantriebe inzwischen auch an Spezialisten für Fahrzeugumbauten: etwa an Karabag für den Umbau des Fiat 500. Für 2013 rechnet Linde MH schon mit vierstelligen Stückzahlen, da man neben Karabag inzwischen weitere Kunden gewonnen hat, darunter auch Ableger von namhaften Automobilherstellern. Daneben stellt das Unternehmen die eigene Elektro-Expertise gerne den Automobilherstellern bei der Entwicklung von E-Mobilitätskonzepten zur Verfügung. Der Einstieg als Großserien-Automobilzulieferer ist aber nicht geplant.
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