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Vorleistungen bis zur nächsten Dekade
Bis zur nächsten Dekade, so der Grundtenor in der Branche, dürften die F&E-Aufwendungen für E-Mobilität als Vorleistungen zu verbuchen sein. Danach rechnen viele Unternehmen mit einem raschen Marktwachstum. So will Bosch spätestens 2020 die Großserienkompetenz bei Batterien und Batteriemanagement, Leistungselektronik und Elektromotoren erreichen und investiert dafür bereits jetzt jährlich 400 Millionen Euro. Die Branche sieht derzeit unterschiedliche Konzepte als vielversprechend an: kleine, elektrisch betriebene Stadtmobile, Plug-in-Hybride und Range Extender sowie eine „Mikro“-Hybridisierung des Antriebsstrangs mit Hilfe eines zusätzlichen 48-Volt-Bordnetzes. Letzteres dürfte vor allem bei Kleinwagen aus Kostengründen und Sportwagen aus Gewichtsgründen erfolgreich sein.
Energieeffizienz und das Energiemanagement
Daneben entwickeln sich die Energieeffizienz und das Energiemanagement zu Erfolgsfaktoren, um die begrenzten elektrischen Ressourcen an Bord optimal zu nutzen. Diese Fähigkeit betonen interessanterweise Siemens und Linde MH – zwei Unternehmen, die aus der Industrietechnik bereits über langjährige Erfahrungen mit Elektroantrieben verfügen. Ein E-Antriebsexperte kommentiert diesen Aspekt so: „Nicht Rocket-Science wird den Einstieg in die Elektromobilität beschleunigen, sondern die kostenbewusste Weiterentwicklung bestehender Techniken und Konzepte.“
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