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TU Darmstadt Zentrum für E-Mobilität und Hybridfahrzeuge eröffnet

Redakteur: Thomas Günnel

Die TU Darmstadt hat an ihrem Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Fahrzeugantriebe (VKM) ein Demo-Zentrum für Elektromobilität und Hybridtechnik eröffnet.

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Die TU Darmstadt hat an ihrem Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Fahrzeugantriebe ein Demo-Zentrum für Elektromobilität und Hybridtechnik eröffnet.
Die TU Darmstadt hat an ihrem Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Fahrzeugantriebe ein Demo-Zentrum für Elektromobilität und Hybridtechnik eröffnet.
(Foto: TU Darmstadt/Gregor)

Das neue E-Mobility- und Hybridcenter mit rund 160 Quadratmetern Nutzfläche wurde vom Dezernat Bau der TU Darmstadt geplant und binnen vier Monaten realisiert. Die in einer Stahlkonstruktion ausgeführte Fahrzeughalle wurde rundum in eine wärmegedämmte Hülle gepackt. Über Lichtbänder und Lichtkuppeln fällt natürliches Tageslicht ein, mehrere Einfahrtstore sowie eine Arbeitsgrube für Montagearbeiten komplettieren die Ausstattung. Die Baukosten betrugen 470.000 Euro. Der Hintergrund des Neubaus war unter anderem der gestiegene Platzbedarf für die Montage von Hybridantrieben in Fahrzeuge. Gemeinsam mit der Firma IVD hat das Institut im Fachbereich Maschinenbau der Universität Darmstadt eine Plug-in-Hybrid-Antriebseinheit speziell für kleine Fahrzeuge entwickelt. Bei ihr kommt ein Zwei-Zylinder-Verbrennungsmotor zum Einsatz, der durch ein patentiertes elektromechanisches System sehr laufruhig ist.

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Forschung seit 2004

In dem neuen Demo-Zentrum wollen die Projektpartner Entwicklungsprozesse untersuchen, etwa die Simulation und die Optimierung der Antriebsstränge an Prüfständen. Außerdem sollen Fahrzeug-Prototypen für den Testeinsatz entstehen. Das vom Institut konzipierte Hybridsystem für schwere Nutzfahrzeuge entsteht künftig im Rahmen eines Vorab-Exemplars; im Straßenverkehr soll dann unter Echt-Bedingungen die Effizienz des Systems untersucht werden. Das VKM forscht seit dem Jahr 2004 zu hybriden Antrieben. Zu Beginn war es in Deutschland das einzige Hochschulinstitut, das sich mit der Kombination von Elektro- und Verbrennungsmotoren befasste. Nach ersten Simulationsstudien wurde bereits im Jahr 2005 das erste Hybridfahrzeug detailliert analysiert, inzwischen besitzt das Institut drei Hybridfahrzeuge und verfügt über weitere nicht eigene Fahrzeuge.

Modelle zur Betriebsstrategie

Im Zentrum der Forschung steht, den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren, die Lebensdauer der Batterie zu erhalten und die Emissionswerte zu senken. Schwerpunkte sind etwa das dynamische Verhalten der Abgasreinigung und deren Aufwärmverhalten oder das Thermomanagement des Verbrennungsmotors. Außerdem entwickelte das Institut Modelle, die das Verhalten des Fahrers beobachten und daraus eine Betriebsstrategie ableiten – die wiederum die Emissionen von Hybridfahrzeugen senkt und im rein elektrischen Betrieb die Reichweite vergrößert.

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