Entwicklungsdienstleister

ZF Friedrichshafen beteiligt sich an ASAP

| Autor: Sven Prawitz

Die Zentrale der ASAP-Holding in Gaimersheim.
Die Zentrale der ASAP-Holding in Gaimersheim. (Bild: Klaus Mellenthin)

Der Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen beteiligt sich mit 35 Prozent am Entwicklungsdienstleister ASAP. Mit der Übernahme will ZF die Bereiche automatisiertes Fahren und Elektromobilität ausbauen.

Die ZF Friedrichshafen übernimmt 35 Prozent der Geschäftsanteile des Entwicklungsdienstleisters ASAP Holding in Gaimersheim bei Ingolstadt. Über den Wert der 35-Prozent-Beteiligung von ZF an ASAP haben die Partner Stillschweigen vereinbart.

Gemeinsam mit ASAP will der Zulieferer die Bereiche Elektromobilität und automatisiertes Fahren im Konzern deutlich stärken und um Software- und Validierungsthemen erweitern, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Übernahme erfolgt über die ZF-Beteiligungsgesellschaft Zukunft Ventures. Deren Geschäftsführer Torsten Gollewski sagt: „Mit der Beteiligung gewinnen wir Zugang zu personellen Ressourcen eines hervorragenden Engineering-Dienstleisters mit reichlich Branchenerfahrung und besonderer Expertise bei Testing und Validierung.“

Impuls ging von ZF aus

Dabei ging der Impuls für das Engagement laut Michael Neisen, Vorsitzender der Geschäftsführung der ASAP-Gruppe, von Friedrichshafen aus: „Die Zusammenarbeit mit ZF wurde in der Vergangenheit zunehmend intensiviert. Wir freuen uns sehr, dass uns der Technologiekonzern nach diversen Expertengesprächen das Angebot einer Partnerschaft gemacht hat.“

Neisen betont gegenüber der Fachzeitschrift »Automobil Industrie«, dass unter anderem mit Blick auf andere Kunden des Engineering-Dienstleisters keine weitere Aufstockung der Anteile geplant ist: „Beiden Gesellschaftern ist es sehr wichtig, dass die Unabhängigkeit der ASAP-Gruppe mit ihrem bestehenden Leistungsspektrum erhalten bleibt. Die Beteiligung untermauert die Partnerschaft und entspricht dem Vorgehen der ZF-Tochter Zukunft Ventures, Minderheitenbeteiligungen einzugehen.“

Um die Bereiche Elektromobilität und automatisiertes Fahren weiter auszubauen plant der Automobilzulieferer aus Friedrichshafen in den nächsten fünf Jahren Investitionen von rund zwölf Milliarden Euro.

Über die ASAP-Gruppe

Am 1. Januar 2010 startete die ASAP-Gruppe als Zusammenschluss bereits am Markt bestehender und neu gegründeter Unternehmen. Aktuell ist der Dienstleister mit über 1.100 Mitarbeitern an elf Standorten in neun Gesellschaften vertreten. Die ASAP-Gruppe bietet Entwicklungsleistungen mit Fokus auf die E-Mobilität, automatisiertes Fahren und „Connected Car“. Der Hauptsitz ist in Gaimersheim bei Ingolstadt. Weitere Standorte gibt es unter anderem in Weissach, Wolfsburg, Rüsselsheim, Neckarsulm, Hannover und München.

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