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Sicherheit ZF stellt aktive Hinterachslenkung vor

| Autor / Redakteur: Wolfgang Pester (mid) / Thomas Günnel

Ein schnelles Lenkmanöver birgt Gefahren, besonders bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn. Abhilfe schafft jetzt ZF: Die sogenannte „Active Kinematics Control (AKC) ist für fast alle Pkw-Modelle applizierbar.

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Ein schnelles Lenkmanöver birgt Gefahren, besonders bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn. Abhilfe schafft jetzt ZF: Die sogenannte „Active Kinematics Control“ (AKC) ist für fast alle Pkw-Modelle applizierbar.
Ein schnelles Lenkmanöver birgt Gefahren, besonders bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn. Abhilfe schafft jetzt ZF: Die sogenannte „Active Kinematics Control“ (AKC) ist für fast alle Pkw-Modelle applizierbar.
(Foto: Wolfgang Pester, mid)

Die aktive Hinterachslenkung erhöht die Sicherheit ebenso wie den Fahrspaß und den Rangierkomfort. Dabei führen maximal drei Grad Lenkeinschlag zum positiven Fahrverhalten. Der sogenannte „aktive Spursteller“ löst je nach Geschwindigkeit die Lenkbewegungen des Hecks aus. Ab etwa 60 km/h lenken die Hinterräder in die gleiche Richtung wie die Vorderräder mit maximal drei Grad, was die Richtungsstabilität und die Fahrdynamik verbessern.

Jetzt bot ZF erstmals die Gelegenheit, die Wirkung der aktiven Hinterachslenkung im SUV Audi Q7 und einem BMW 5er-Limousine zu erfahren – mit zwei Mann an zwei Lenkrädern – wobei der zweite Mann die aktive Hinterachslenkung übernahm und auch durch falschen Lenkeinschlag deutlich die Korrekturarbeit des Testfahrers realisieren konnte. Das galt auch für das Tempo bis circa 60 km/h, bei dem die Hinterräder entgegengesetzt zu den Vorderrädern eingeschlagen werden – wiederum maximal bis drei Grad. Die positive Wirkung ist erstaunlich, besonders im Slalom-Test.

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Premiere des Autobahnassistenten

Präzise verlief ebenso die Premiere des Autobahnassistenten „Highway Driving Assist“ (HDA) von ZF TRW, der neuen Tochter des Friedrichshafener Technologie Konzerns. Die Fahrten um Berlin bei Geschwindigkeiten über 40 km/h verliefen ohne Fehl und Tadel. Auf der Autobahn lenkt, bremst und beschleunigt HDA automatisch. Im Test hielt er bei eingestelltem Tempo 130 km/h den Abstand in der Spur zum Vorderfahrzeug und nach dem Blinkersetzen, wegen Abbremsens des vorausfahrenden Pkw, wechselte das Testfahrzeug automatisch die Spur und setzte mit gewähltem Tempo die Fahrt fort.

Fusion diverser Sensoren

Der Autobahnassistent integriert unterschiedliche Technologien von ZF TRW. Dazu gehören ein Radarsensor, eine Monokamera, eine elektromechanische Servolenkung mit Zahnstangenantrieb (EPS Belt Drive) sowie eine elektronische Stabilitätskontrolle, die die Kombination aus adaptiver Geschwindigkeitsregelung (ACC) und Spurführungsassistenz (Lane Centering Assist) ermöglichen. „Autofahrer müssen den Systemen vertrauen und ihre Vorteile erkennen, je weiter wir uns höheren Automatisierungsgraden nähern“, sagte Peter Lake, Executive Vice President Sales and Business Development bei ZF TRW. „Wir gehen das automatisierte Fahren schrittweise an und zeigen, was heute schon mit den bewährten Technologien möglich ist.“

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