Alternative Antriebe „Es ist sinnvoll, das Verbrenner-Aus nicht zu verschieben“

Von Claus-Peter Köth 6 min Lesedauer

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In Europa sollen ab 2035 neben E-Autos auch Verbrenner neu zugelassen werden können, die nachweisbar mit E-Fuels betankbar sind. Ein Hoffnungsschimmer für den Verbrennungsmotor? Oder eine Scheindiskussion?

Peter Fintl, Director Technology and Innovation bei Capgemini, hält die heutige Diskussion mit dem oftmaligen Versprechen, E-Fuels werden rasch eine leistbare Alternative für alle darstellen, für fehlgeleitet.(Bild:  Alex Schelbert/Capgemini)
Peter Fintl, Director Technology and Innovation bei Capgemini, hält die heutige Diskussion mit dem oftmaligen Versprechen, E-Fuels werden rasch eine leistbare Alternative für alle darstellen, für fehlgeleitet.
(Bild: Alex Schelbert/Capgemini)

Die Dekarbonisierung ist ein Mammutprojekt der Automobilindustrie. Im Fokus stehen das batterieelektrische Auto und Fahrzeuge mit Brennstoffzelle. Doch auch die Zukunft des Verbrennungsmotors wird immer wieder diskutiert. Schlupfloch dabei – die sogenannten E-Fuels oder der Wasserstoffmotor.

E-Fuels könnten die bestehende Tankinfrastruktur nutzen, argumentieren die Befürworter. Das Nachtanken würde genauso funktionieren wie bisher. Auch ließen sich theoretisch auf einen Schlag alle bestehenden Verbrenner dekarbonisieren. Der Weg zur CO2-Neutralität wäre also mit der bisherigen Technik und Infrastruktur machbar. Aufgrund des großen Verbrennerbestandes und der voraussehbar noch langen Nutzungsdauer argumentieren manche Experten mit dem gewaltigen Reduktionspotenzial, welche CO2 neutrale Kraftstoffe bieten könnten.