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Motorsport Engineering ABT RS6-R und RS7-R: Besessen von Leistung

| Autor: Thomas Günnel

Brennstoffzelle, Batterieelektrisch, Hybrid – oder einfach nur abartig viel Leistung und Drehmoment aus einem ganz normalen Verbrenner? Letzteres ist gut, dachte sich der Tuner Abt und modifizierte Audis RS 6 und RS 7.

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ABT hat sich den RS6 und RS7 vorgenommen und nochmals kräftigere „R“-Modelle auf die Räder gestellt.
ABT hat sich den RS6 und RS7 vorgenommen und nochmals kräftigere „R“-Modelle auf die Räder gestellt.
(Bild: Abt)

Ob nun Kombi oder Coupé: Über zu wenig Leistung kann sich der Fahrer eines RS 6 oder RS 7 Sportback wahrlich nicht beklagen. Weil „mehr“ in der Verbrennerwelt aber noch immer reizvoll ist – und wer weiß, wie lange das noch geht – hat der Tuner Abt den beiden Modellen eben noch etwas mehr Leistung eingehaucht.

Das heißt: In beiden Autos leistet der 4.0 V8 TFSI jetzt 740 PS/544 kW und bietet ein Drehmoment von beachtlichen 920 Newtonmetern; 140 PS und 120 Newtonmeter mehr gegenüber dem Serienmodell.

Von Null auf 100 km/h geht es damit für beide in 3,2 Sekunden. Das Ende der Beschleunigung ist auf Wunsch erst bei 320 km/h erreicht. Erstmals gibt es eine optionale Allradlenkung: sie verkleinert den Wendekreis, und bei Geschwindigkeiten über 100 km/h lenken die Hinterräder zur Stabilisierung des Fahrzeugs mit.

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Carbon, Leder, Intarsien

Optisch wird das Ganze umrandet von Carbon-Anbauteilen, unter anderem Frontlippe und Frontgrillaufsatz, Heckschürzenaufsatz, Seitenschwelleraufsätze und Radhausentlüftungen. Im Innenraum gibt es zum Beispiel eine Lenkradveredelung aus Carbon und Leder oder ein Logo des Modells als Sitzintarsie.

Am Heck verweist eine Schalldämpferanlage aus Edelstahl mit Vier-Rohr Endrohrblenden in Carbon auf die gesteigerte Leistung. Gewichtsoptimierte 22-Zoll-Felgen tragen ihren Teil zur supersportlichen Optik bei. Außerdem bietet der Tuner natürlich Gewindefahrwerksfedern und Sportstabilisatoren an. Der RS6-R ist auf 125 Modelle limitiert, die jeweilige Seriennummer steht auf den Einstiegsleisten im Türrahmen.

Und der Preis für den Wahnsinn? Mindestens 205.900 Euro für den RS6-R und 210.300 Euro für den RS7-R. Alternativ lassen sich die RS-Modelle aufrüsten: für jeweils 69.900 Euro.

Ein Einzelstück

Ein unverkäufliches Einzelstück gibt es außerdem: Formel-E-Rennfahrer Daniel Abt war zwar vom neuen ABT RS7-R sehr angetan – stellte aber mit seinem Team ein noch etwas ausgefalleneres Auto auf die Beine, zumindest optisch: Das Unikat mit dem Namen „Allthewayabt RS7-R“ kommt in einem speziellen Design mit vielen orangefarbenen Details, zum Beispiel in der Komplettfolierung, den lackierten Bremssätteln und den 22-Zoll-Felgen. Im Innenraum ziert eine „Handcrafted for DA“-Gravur die Mittelkonsole. Endlich richtige Exklusivität.

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Über den Autor

 Thomas Günnel

Thomas Günnel

Redakteur/Fachjournalist, Redaktion AUTOMOBIL INDUSTRIE