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Leichtbau bei Serienautos Alfa Romeo 4C mit Karbon-Monocoque

| Redakteur: Michael Ziegler

Rainer Kurek, Geschäftsführer des Beratungshauses Automobil-Consultants MVI Group, erklärt die Zukunft des Serien-Leichtbaus anhand des Alfa Romeo 4C: Dieser soll mit 895 Kilogramm Leergewicht dank Karbon- Monocoque trotzdem bezahlbar sein.

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Serientauglich und für die Straße: Montage des neuen Alfa Romeo 4C. Der Sportwagen mit dem neuartigen Karosseriekonzept kommt in diesem Herbst zu den Kunden.
Serientauglich und für die Straße: Montage des neuen Alfa Romeo 4C. Der Sportwagen mit dem neuartigen Karosseriekonzept kommt in diesem Herbst zu den Kunden.
(Foto: Alfa Romeo)

Der Automobilexperte Rainer Kurek des Münchener Entwicklungs- und Beratungshauses für die Automobilindustrie begründet seine These mit einem bevorstehenden Paradigmenwechsel in der Serienentwicklung: „Die Zukunft des Automobilbaus wird nicht mehr durch konventionelle selbsttragende Karosserien gekennzeichnet, sondern durch neuartige Rahmenkonzepte mit leichten Aufbauten“. Dabei geht es Kurek nicht um Leichtbauwerkstoffe allein, sondern vor allem um neue, innovative Fahrzeugstrukturen. Um bis zu 30 Prozent ließe sich dadurch das Fahrzeuggewicht im Schnitt verringern.

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So verfügt beispielsweise das künftige „Megacity Vehicle“ von BMW erstmals über eine eigene Rahmenstruktur mit einem CFK-Aufbau. Und auch der Automobilhersteller Fiat bringt mit seinem Modell „Alfa Romeo 4C“ bereits im Herbst diesen Jahres erstmals einen leichten Sportwagen auf den Markt.

Leichtbau muss bezahlbar sein

„Vor dem Hintergrund einer immer fragileren Energieversorgung, kontinuierlich hoher Kraftstoffpreise und stetig zunehmender, ambitionierter Umweltschutzforderungen bedarf es neuer Fahrzeugkonzepte im Automobilbau“, betont Kurek. Dabei sei es wesentlich, „automobilen Leichtbau bezahlbar zu machen, um für den Autokäufer einen spürbar positiven Kundennutzen zu erzielen“.

Fiats Sportwagen Alfa Romeo 4C verspricht sich mit seinen nach Herstellerangaben nur 895 Kilogramm Leergewicht höchstes Fahrvergnügen bei einem Leistungsgewicht von unter 4kg/PS, das den Sportwagen motorradgleich in nur 4,5 Sekunden auf Tempo 100 km/h beschleunigt, und dies bei moderatem Kraftstoffverbrauch. Dabei kostet der rassige Zweisitzer rund 50.000 Euro.

Die Besonderheit von Fiats Fahrzeugkonzept ist ein Monocoque aus leichtem Karbon als sichere Fahrgastzelle mit angeflanschten Hilfsrahmen für die Aufnahme von Antrieb, Achsen und Karosserie-Aufbau, der seinerseits aus unterschiedlichen Leichtbauwerkstoffen besteht.

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