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CO2-Grenzwerte

Altran Tech-Chef: „Der Verbrenner hat noch Potenzial“

| Autor: Christian Otto

Peter Fintl, Director Technology and Innovation bei Altran, ordnet im Interview die möglichen Folgen der neuen CO2-Grenzwerte für die Branche ein und spricht dabei nicht nur über die Rolle der Elektromobilität, sondern auch die weitere Relevanz des Verbrenners.

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Peter Fintl, Director Technology and Innovation bei Altran.
Peter Fintl, Director Technology and Innovation bei Altran.
(Bild: www.pixelmaker.at)

Ich denke, dass die deutsche Automobilindustrie mit diesen Zielen am Ende gut leben kann. Die Hersteller werden dabei vor allem ihre Exzellenz in Sachen traditioneller Antriebe weiter ausspielen. Ein Unsicherheitsfaktor bleibt die Dieseldebatte. Denn nur mit einem weiterhin signifikanten Dieselanteil wird die CO2-Reduktion zu schaffen sein. Die Elektrotraktion alleine kann das nicht richten. Bei der E-Mobilität wird die große Herausforderung sein, Angebote für Kunden zu schaffen, die sich den Wechsel zu derzeit noch teureren E-Modellen finanziell nicht leisten können. Was bietet man etwa den Menschen in Süd- und Osteuropa, wo die Einkommen geringer sind? Dort wird es schwierig werden, und die entwickelten Märkte wie Deutschland können dieses Manko nicht beliebig kompensieren. Die Politik ist gefragt: Sie darf die Autoindustrie nicht nur knechten, sondern muss das Gesamtsystem leistbarer, grüner Mobilität für diese Länder unterstützen.

Wie werden sich aus Ihrer Sicht die verschiedenen Antriebsarten je nach Region verteilen?

Es wird ein sehr differenziertes Bild geben. In den entwickelten Märkten wie Nord- und Westeuropa werden verstärkt batterieelektrische Fahrzeuge zu sehen sein. In den wirtschaftlich schwächeren Märkten wird dagegen die Hybridisierung der Schlüssel sein.