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Elektromobilität AMG baut Lithiumhydroxid-Raffinerie in Deutschland

| Redakteur: Maximiliane Reichhardt

Der Metallurgiekonzern AMG plant den Bau einer Lithiumhydroxid-Raffinerieanlage in Deutschland. Das Unternehmen will dort einen wichtigen Rohstoff für Antriebsbatterien herstellen.

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Lithium-Produktion von AMG in Brasilien.
Lithium-Produktion von AMG in Brasilien.
(Bild: AMG)

Die AMG Advanced Metallurgical Group gab gestern (15. November) bekannt, dass das Tochterunternehmen AMG Lithium mit Sitz in Frankfurt am Main den Bau einer Lithiumhydroxid-Raffinerieanlage in Deutschland plant. Bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt wurde dazu ein Antrag auf öffentliche Fördermittel gestellt. Als Standort sei Elsteraue – zwischen Gera und Leipzig – vorgesehen. Mit der technischen Ausführungsplanung der Anlage soll noch vor Ende des laufenden Jahres begonnen werden.

Nach der Batteriezellfertigung von CATL bei Erfurt, dem Umbau des VW-Werks in Zwickau und der Ankündigung Musks für eine Tesla-Fabrik nahe Berlin ist das eine weitere wichtige Investition in die E-Auto-Wertschöpfungskette in Deutschland.

Weitere Investitionen in Höchst

AMG kündigt an, dass die neue Anlage – nach entsprechender Genehmigung – auf Basis validierter Verfahren und mit technischem Lithiumhydroxid als Rohstoff betrieben wird. Damit will das Unternehmen ein konsistenten, für Batterien geeignetes Lithiumhydroxid herstellen. Um diese Pläne zu unterstützen, hat das Unternehmen im hessischen Höchst bereits ein Lithiumhydroxid- und Batteriemateriallabor eingerichtet. Die Gesamtinvestitionen für die Raffinerie und das Labor liegen nach eigenen Angaben zwischen 50 und 60 Millionen US-Dollar.

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