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Veranstaltung

Anwendertreff Leichtbau

| Autor: Dorothee Quitter

Am 1. und 2. Juni findet der „Anwendertreff Leichtbau“ des Fachmagazins „Konstruktionspraxis“ statt. Im Mittelpunkt stehen Leichtbauwerkstoffe, entsprechende Leichtbaustrategien und deren Umsetzung mit geeigneter Software.

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Eine komplexe Flügeladerung stabilisiert die leichten Flügel der Libelle – ​ein bionisches Vorbild für den Leichtbau.
Eine komplexe Flügeladerung stabilisiert die leichten Flügel der Libelle – ​ein bionisches Vorbild für den Leichtbau.
(Bild: Cadera Design)

Der Anwendertreff Leichtbau am 1. und 2. Juni 2016 in Würzburg ist eine Veranstaltung des »Automobil Industrie«-Schwestermagazins „Konstruktionspraxis“. In fünf Vorträgen stellen Referenten die wichtigsten Leichtbauwerkstoffe Aluminium, Magnesium, Stahl, Kunststoff und Verbundwerkstoffe mir ihren speziellen Eigenschaften und Fertigungs- sowie Fügemöglichkeiten vor. Da für leichte Baugruppen und Systeme meist mehrere Werkstoffe kombiniert werden, stellt sich die Frage nach der geeigneten Fertigungstechnik. Hierzu referiert Dr.-Ing. David Hein von der Universität Paderborn in seinem Vortrag „Fügen von Hybridstrukturen“. Er gibt einen aktuellen Überblick zu mechanischen, thermischen, klebtechnischen und hybriden Fügeverfahren für Mischbauweisen. Dabei betrachtet er die werkstoffspezifischen Besonderheiten beim Fügen artgleicher und artverschiedener Werkstoffkombinationen. Konstrukteure und Entwickler erfahren, wie sie anwendungsgerecht und anforderungsgerecht das passende Fügeverfahren auswählen und welche Methoden es zur Prozesssimulation, Beanspruchungsanalyse und Lebensdauervorhersage gibt.

Leichtbau durch Topologieoptimierung

Erfolgreichen Leichtbau betreibt derjenige, der die gegebene Gestaltungsfreiheit gezielt nutzt – unabhängig davon, ob es sich um eine Konstruktion für ein Aluminiumgussdesign, eine Materialsubstitution mit Kunststoffspritzguss, Faserverbund oder additive Fertigung in Kunststoff oder Metall handelt. Dr. Pietro Cervellera von Altair Engineering demonstriert in seinem Vortrag wie sich Komponenten und Baugruppen effizient auslegen und dimensionieren lassen: etwa bei bionischen Formen additiv gefertigter Komponenten, bei Rippenmustern in einem Kunststoffspritzgussteil, bei der lastgerechten Carbon-Faserorientierung oder bei der Dimensionierung einer Schweißbaugruppe. Im anschließenden Workshop erläutert Cervellera am konkreten Beispiel, wie sich die minimale Materialverteilung im Bauteil ermitteln und anschließend die Konstruktion dimensionieren lässt.

Leichtbau durch additive Fertigung

Additive Fertigungsverfahren eignen sich besonders gut, um hochkomplexe last- und gewichtsoptimierte bionische Strukturen aus Leichtbaumaterialien zu fertigen, die konventionell so nicht herstellbar sind. Dr.-Ing. Dirk Herzog vom Laser Zentrum Nord gibt in seinem Vortrag „Leichtbau durch Additive Fertigung“ einen Überblick zum industriellen 3D-Druck und seinen Verfahren. Im Workshop „Generativ Konstruieren“ stellt er die wichtigsten Konstruktionsrichtlinien für das Lasersintern vor und zeigt an einem Beispiel alle notwendigen Schritte dieses Leichtbau-Prozesses.

Das vollständige Programm und weitere Informationen zum Anwendertreff Leichtbau.

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 Dorothee Quitter

Dorothee Quitter

, konstruktionspraxis – Alles, was der Konstrukteur braucht