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Arcfox: BAICs Edeltochter startet 2020

| Autor/ Redakteur: Mario Hommen/SP-X / Svenja Gelowicz

Der Premiummarkt ist für Autohersteller besonders lukrativ. Auch chinesische Autokonzerne wollen hier in naher Zukunft ein Wörtchen mitreden.

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Die Funktion eines Leuchtturmprojekts hat das elektrisch angetriebene Hypercar Arcfox-GT, das in den Versionen Raceedition und Street gezeigt wurde.1.600 PS soll die Straßenversion des Arcfox-GT leisten.
Die Funktion eines Leuchtturmprojekts hat das elektrisch angetriebene Hypercar Arcfox-GT, das in den Versionen Raceedition und Street gezeigt wurde.1.600 PS soll die Straßenversion des Arcfox-GT leisten.
( Bild: GIMS )

In der jüngeren Vergangenheit konnte man häufiger lesen, dass chinesische Autohersteller ihre Fahrzeuge auch in Europa verkaufen wollen. Nimmt man es genau, sind einige bereits da und verfolgen parallel ambitionierte Expansionspläne, wie sich beim Blick in Autobörsen und auf dem diesjährigen Genfer Autosalon zeigt.

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Neben Dong Feng und Borgward ist es vor allem die Marke BAIC, die bereits eine Handvoll Modelle über deutsche Autohändler vertreibt. Eine offizielle BAIC-Importgesellschaft gibt es zwar nicht, dennoch finden sich auf den einschlägigen Online-Autobörsen Angebote in beachtlicher Zahl. Die Chinesen, die für den Daimler-Konzern ein wichtiger Joint-Venture-Partner in China sind, haben jüngst wichtige Allianzen geschmiedet, um sich künftig außerdem einen Teil von Premiumkuchen zu sichern. Für diese Mission hat BAIC unter anderem die elektrische Sub-Marke Arcfox in Stellung gebracht, die sich Anfang März auf dem Genfer Autosalon mit gleich zwei angeblich schon seriennahen Konzepten präsentierte.

Arcfox in Genf: Hypercar und SUV

Eher die Funktion eines Leuchtturmprojekts hat das elektrisch angetriebene Hypercar Arcfox-GT, das in den Versionen Raceedition und Street gezeigt wurde. Während bei der Rennwagen-Variante insgesamt sechs Motoren 750 kW/1.000 PS zur Verfügung stellen, mobilisieren die vier Motoren der Straßenversion 1.200 kW/1.600 PS. Deutlich höher fällt indes das Drehmoment der Raceedition aus: Hier sind es 1.320 gegenüber den 800 Newtonmetern des GT. In beiden Fällen sollen die jeweils 1.840 Kilogramm schweren Flügeltürer aus dem Stand in 2,6 Sekunden auf Tempo 100 sprinten und eine Höchstgeschwindigkeit von mehr als 255 km/h erreichen. Für die GT-Version verspricht Arcfox zudem eine Reichweite pro Batterieladung von mehr als 400 Kilometer.

Ebenfalls in Genf wurde das noch konzepthaft wirkende, aus der Feder von Walter da Silva stammende SUV ECF gezeigt, welches Ausblick auf das erste Serienmodell von Arcfox bieten soll. Es handelt sich um ein Komfortmobil mit 2,90 Meter Radstand und über 600 Kilometer elektrischer Reichweite. Schon Mitte April will der BAIC-Ableger auf der Auto Shanghai mehr vom ECF zeigen.

Plattform zusammen mit Magna entwickelt

Im Gespräch mit »Automobil Industrie« teilte Magna-Europachef Günther Apfalter auf dem Genfer Autosalon mit, dass die gemeinsam entwickelte elektrische Plattform für Arcfox eine hohe Entwicklungsreife hat. Derzeit richtet der BAIC-Konzern in China ein Arcfox-Werk für die Produktion von Fahrzeugen auf der neuen Magna-Plattform ein. Die Jahreskapazität soll bei 180.000 Fahrzeugen liegen. Bereits 2020 wird der BAIC-Konzern mit Arcfox den chinesischen Markt bedienen. Gut möglich, dass BAIC in nicht allzu ferner Zukunft seine elektrischen Premium-Modelle ebenfalls in Deutschland anbietet.

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