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CO2 aus der Luft einfangen
Die Partner von Audi sind führend in ihrem Bereich. So bündeln sich beim Unternehmen Sunfire in Dresden die Ideen CO2-neutrale flüssige und gasförmige Kraftstoffe herzustellen – die sogenannten „Power-to-Liquids“ und „Power-to-Gas“. Sunfire verfügt über Erfahrungen aus mehr als 20 Jahren in den Techniken zur Umwandlung von Biomasse in Flüssigkraftstoffe. Zur arrivierten Prozess-Technik der Dresdner gesellt sich die Entwicklung des „Direct Air Capturing“, also das Einfangen von CO2 aus der Luft. Zu wirtschaftlichen Preisen gelingt das der Climeworks AG, einem Start-up-Unternehmen, das zwei aus Deutschland stammende Maschinenbau-Ingenieure, Jan Wurzbacher und Christoph Gebald, vor rund fünf Jahren an der ETH Zürich (aus-)gründeten. Ihre „CO2-Wäsche" gelingt so gut, dass das Start-up zu einer Top-Adresse unter den Umwelt-Firmen aufstieg und schnell Kooperationsangeboten erhielt, wobei Audi sich früh die exklusive Zusammenarbeit sicherte.
Ein Kilogramm CO2 pro Stunde
Der Clou von Climeworks ist es unter anderen, den Energiebedarf so entscheidend gesenkt zu haben, dass die CO2-Gewinnung als Rohstoff aus der Luft wirtschaftlich darzustellen ist. Der Nachweis der Effizienz des Verfahrens wurde über zwölf Monate bei Temperaturen von minus fünf Grad Celsius bis plus 35 Grad Celsius erbracht. Die Demonstrationsanlage in der Größe eines Gebäude-Klimakastengeräts gewinnt in etwa sechs Stunden ein Kilogramm CO2 aus der Umgebungsluft mit einem Reinheitsgrad von 99,5 Prozent. 80 Prozent der CO2-Moleküle, die mit der Umgebungsluft die Einheit durchströmen, werden herausgefiltert. Und CO2 für die „Rohstoff-Gewinnung“ ist genügend vorhanden, denn der Anteil von Kohlendioxid in der Erdatmosphäre ist trotz des geringen Anteils von 0,04 Prozent insgesamt gewaltig.
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