Motorsport Engineering Audis Sportprototyp für das Le-Mans-Comeback

Redakteur: Lena Straßberger

Mit einem elektrifizierten Sportwagen kehrt Audi nach Le Mans und in den Sportprototypen-Rennsport zurück. Chassis und Hybrid-System sind jedoch nach LMDh-Regeln vorgegeben.

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Audi und Porsche entwickeln gemeinsam einen Sportwagen nach LMDh-Regeln. Die jeweiligen Werksteams gehen jedoch getrennt an den Start.
Audi und Porsche entwickeln gemeinsam einen Sportwagen nach LMDh-Regeln. Die jeweiligen Werksteams gehen jedoch getrennt an den Start.
(Bild: Audi)

Die Konzeptphase für den neuen Audi-Sportprototyp ist weitgehend abgeschlossen, teilt das Unternehmen mit. Der Nachfolger des R18 entsteht in enger Zusammenarbeit mit der Konzernschwester Porsche.

Der neue Sportwagen wird nach den Vorgaben der sogenannten LMDh-Regeln entwickelt, die ab 2022 gelten. Demnach sind vier Chassis-Lieferanten (Dallara, Ligier, Multimatic, Oreca) und ein Hybrid-System vorgegeben. Der E-Motor wird von Bosch gestellt, Getriebe und Batterie sind ebenfalls einheitlich.

Alle grundlegenden Konzeptentscheidungen wurden inzwischen getroffen. „Wir haben einen Chassispartner ausgewählt und uns für ein Motorkonzept entschieden. Gemeinsam mit den Kollegen vom Design definieren wir gerade den optischen Auftritt“, erläutert Andreas Roos, verantwortlich für alle werkseitigen Motorsportprojekte bei Audi Sport. Der erste Roll-out soll im ersten Quartal 2022 erfolgen. Der erste Renneinsatz ist für das 24-Stunden-Rennen in Daytona (Januar 2023) geplant.

Das LMDh-Regelwerk

Porsche und die Honda-Motorsportsparte Acura wollen ebenfalls ab 2023 nach dem neuen Reglement an der Langstreckenweltmeisterschaft teilnehmen.

LMDh (Le Mans Daytona h) und LMH (Le Mans Hypercar) bilden künftig gemeinsam die Klasse „Hypercar“ sowohl in der Langstreckenmeisterschaft WEC, als auch in der IMSA Sportscar Championship. Die Kosten je Fahrzeug sind gedeckelt, ebenso die Kaufpreise für Chassis und Hybrid-System.

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