Suchen

Registrierungspflichtiger Artikel

Mobilfunktechnik „Auf Dauer lohnen sich eigene 5G-Netze nicht“

| Autor/ Redakteur: Christian Otto / Thomas Günnel

Sind 5G-Campusnetze das perfekte Mittel für den Austausch industrieller Daten? Julius Mennig, Experte bei der Technologieberatung Umlaut AG, spricht über Wege, die Technik umzusetzen, ihre Risiken und Alternativen.

Julius Mennig ist Business Unit Manager Industry 4.0/Smart Manufacturing bei der Technologieberatung Umlaut.
Julius Mennig ist Business Unit Manager Industry 4.0/Smart Manufacturing bei der Technologieberatung Umlaut.
(Bild: Nathalie Schieren)

Heute anzutreffende Systeme mit einem hohen Datendurchsatz sind meist kabelgebunden. Kabellose Lösungen hängen von der Innovationsbereitschaft ab. Und diese ist eher branchenspezifisch statt länderspezifisch zu betrachten. Die Automobil- und damit auch die Zulieferindustrie sind typischerweise weit vorn. Ursache hierfür sind die hohen Fertigungszahlen bei gleichzeitig großem Qualitätsdruck. In der Automotivebranche dürften die Abweichungen dabei im internationalen Vergleich gering sein. In China, Südkorea etc. haben die Standorte von Zulieferern beim Thema Datenübertragung ein ähnliches Level wie in Deutschland. Wobei natürlich das Alter des Standortes eine Rolle spielt.

Was sind für Unternehmen die derzeitigen Voraussetzungen beziehungsweise Hürden, um einen 5G-Campus installieren zu dürfen?

Die erste Hürde ist, dass sich Unternehmen klar machen müssen, was sie mit 5G eigentlich machen wollen. Nur das WLan ersetzen, aber die gleichen Anwendungsfälle verfolgen, wird den finanziellen Aufwand nicht durch den überschaubaren Nutzen ausgleichen. Da gilt es, vernünftige Anwendungsfälle zu identifizieren. Daraus leitet sich ab, ob das Unternehmen den 5G-Campus selbst betreibt oder in die Hände eines externen Partners gibt. Als Unternehmen ist man dann Teil eines Dreigestirns mit Provider und Implementierer – der die Use-Cases umsetzt.

Über den Autor

 Christian Otto

Christian Otto

stellvertretender Chefredakteur, AUTOMOBIL INDUSTRIE