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Neue Modelle Aurus Senat: Russen-Rolls-Royce in Genf

| Autor / Redakteur: Andreas Wehner / Jens Scheiner

Bereits im vergangenen Jahr hat Aurus die neue Staatslimousine für Russlands Präsidenten Vladimir Putin präsentiert. Eine zivile Version davon zeigen die Russen aktuell in Genf - und wollen damit ab 2020 auch in Europa auf Kundenfang gehen.

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Mit Aurus ist in Genf ein neue Marke auf den Plan getreten. Der Senat basiert auf der neuen russischen Staatslimousine.
Mit Aurus ist in Genf ein neue Marke auf den Plan getreten. Der Senat basiert auf der neuen russischen Staatslimousine.
(Bild: Wehner / »kfz-betrieb )

Eine neue russische Automarke hat auf dem Genfer Salon auf sich aufmerksam gemacht: Aurus präsentierte seine Luxuslimousine Senat, die als zivile Version von Vladimir Putins Staatskarosse auch an Privatkunden verkauft wird. Das Auto, das auf den ersten Blick durchaus an Rolls-Royce erinnert, ist nach Angaben des Herstellers eine russische Eigenentwicklung, an der jedoch auch deutsche Unternehmen wie Porsche und Bosch beteiligt sein sollen.

Den Senat gibt es als S600 mit einer Länge von 5,63 Metern und einem Radstand von 3,30 Metern. Zudem bietet Aurus eine um einen Meter längere, gepanzerte Variante an. Beide Versionen werden von einem 4,4-Liter-V8-Benziner in Kombination mit einem Elektromotor angetrieben. Die Leistung beträgt 598 PS. Später will Aurus zudem einen V12 zur Wahl anbieten. Im Inneren des S600 sind vier bequeme, lederbezogene Einzelsitze verbaut. Jede Menge Leder, Holz und Chrom sorgt für eine luxuriöse Atmosphäre.

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Aktuell baut Aurus seine Autos in Kleinserie. Von 150 Einheiten pro Jahr ist die Rede. In die Massenproduktion wolle man 2020 starten, kündigte Aurus-Chef Franz Gerhard Hilgert, ein ehemaliger Daimler-Manager, in Genf an. Dann sollen die Fahrzeuge auch in Europa verkauft werden

Den Auftrag zur Entwicklung hatte das Moskauer Fahrzeuginstitut NAMI erhalten, für die Produktion ist das russische Unternehmen Sollers zuständig, das bislang unter anderem die Geländewagen und Pick-ups der Marke UAZ baut. Als Geldgeber fungiert zudem der Fonds für Verteidigung, Sicherheit und Entwicklung der Vereinigten Arabischen Emirate (Tawazun), der sich künftig mit 36 Prozent an Aurus beteiligt.

Weitere Modelle geplant

Der Aurus Senat ist auf einer modularen, skalierbaren Plattform entstanden. Weitere Modelle, unter anderem ein SUV und einen Van, wollen die Russen auf der gleichen Plattform entwickeln.

In früheren Medienberichten hieß es, das Auto solle mindestens zehn Millionen Rubel (aktuell rund 135.000 Euro) kosten. Der Senat ist seit August 2018 direkt beim Hersteller bestellbar, seit Mitte Februar nehmen auch zwei Handelspartner in Russland Bestellungen an.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«