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Wirtschaft Ausblick: Bleibt Mexiko Autoland?

| Autor / Redakteur: Claus-Peter Köth / Thomas Günnel

Mexiko ist aktuell der siebtgrößte Automobilproduzent weltweit – auf dem Weg zum Drehkreuz für den weltweiten Export von Automobilen. Denn aus keinem anderen Land lassen sich die globalen Märkte leichter bedienen – allen voran die USA. Doch wie lange noch?

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Mexiko ist aktuell der siebtgrößte Automobilproduzent weltweit – auf dem Weg zum Drehkreuz für den weltweiten Export von Automobilen.
Mexiko ist aktuell der siebtgrößte Automobilproduzent weltweit – auf dem Weg zum Drehkreuz für den weltweiten Export von Automobilen.
(Bild: Audi/Manuel Escareño)

Noch vor wenigen Wochen galt Mexiko als das gelobte Land in Sachen Automobilproduktion – mit einer Verdreifachung des Volumens in den vergangenen 20 Jahren. Zuletzt gerieten die Vorstände von Audi, BMW und Daimler ins Schwärmen ob der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, die sie vor Ort antreffen. Nach der Geburtsstunde der mexikanischen Premium-Autoproduktion – mit dem Audi Q5 im Herbst 2016 – geht es flott weiter: Noch in diesem Jahr sollen im Gemeinschaftswerk von Renault-Nissan und Daimler in Aguascalientes erste Infiniti- und ab 2018 erste Mercedes-Benz-Modelle vom Band laufen. Und BMW hat seine Werkseröffnung in San Luis Potosi für 2019 angekündigt.

War Mexiko jahrzehntelang als Billiglohnland für Pkw-Exporte in die USA bekannt, will sich das Land, getrieben von den Investitionen der Premiumhersteller, sukzessive zum Drehkreuz für den weltweiten Export von Automobilen entwickeln. Einer Prognose von IHS Markit zufolge wird das Produktionsvolumen der in Mexiko gefertigten Fahrzeuge bis zum Jahr 2019 auf gut 4,8 Millionen Einheiten wachsen – nach knapp 3,5 Millionen Einheiten im vergangenen Jahr. Damit würde Mexiko an die sechste Stelle der größten Automobilproduzenten aufrücken.

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 Claus-Peter Köth

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