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IAA 2015 Autohersteller zeigen ihre neuen Concept-Cars

| Autor / Redakteur: sp-x / Jens Scheiner

Bei den Serienmodellen gehen die Autohersteller auf dieser IAA kein großes Risiko ein. Dafür finden sich bei den Studie ein paar echte Überraschungen.

Mercedes hat die Aerodynamik für sich entdeckt.
Mercedes hat die Aerodynamik für sich entdeckt.
(Foto: ampnet )

Der Opel Astra ist ein gut gemachtes Auto. Gleiches gilt für den VW Tiguan oder den Audi A4. Große Überraschungen liefern die drei Neuauflagen ebenso wenig wie die meisten anderen Serienfahrzeug-Premieren. Gut, dass es ein paar innovative Studien gibt.

Mehr als die üblichen Design-Spielereien haben vor allem die deutschen Premiumhersteller aufgefahren. Mercedes überrascht mit dem Concept IAA (Intelligent Aerodynamic Automobile), einer Stromlinienlimousine mit nahezu fugenloser Karosserie. Statt Türgriffen gibt es ein Touchpad in der B-Säule, an Stelle von Außenspiegeln sorgen Kameras für die Sicht nach hinten. Besonderer Clou sind aber ausfahrbare Luftleitbleche am Heck. Ab Tempo 80 verlängern sie die Karosserie um 39 Zentimeter, lassen die Luft sanfter abströmen und sorgen so für einen rekordverdächtigen cW-Wert von 0,19. Mercedes bricht mit dem windschlüpfigen Viersitzer eine Lanze für die verbrauchssenkenden Effekte guter Aerodynamik. Diese sind zuletzt etwas in Vergessenheit geraten, weil sie beim üblichen NEFZ-Verbrauchstest kaum zum Tragen kommen (was im Gegenzug auch die guten Prüfstand-Verbrauchswerte von SUV erklärt). Auf langen Autobahnetappen soll der Praxisverbrauch jedoch merklich sinken.

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Gute Reichweite bei kurzer Ladedauer

Angetrieben wird der Mercedes von einem Hybridantrieb. Doch der bleibt im Vergleich mit den Aerodynamik-Tricks eher Nebensache. Im Zentrum steht die Antriebstechnik hingegen bei den Studien von Audi und Porsche. Die beiden Konzerngeschwister versuchen mit ihren E-Modellen sich gegenseitig, vor allem aber den kalifornischen Pionier Tesla, zu übertrumpfen. Der ist mit seinem erfolgreichen Oberklassestromer Model S beiden Marken seit längerem ein Stachel im Fleisch. Porsche gibt daher nun mit dem Mission E einen Ausblick auf einen viersitzigen Elektro-Sportler, der mit 440 kW/600 PS Leistung aus zwei E-Motoren aufwartet und gleichzeitig eine Reichweite von 500 Kilometern bieten soll. Ähnliche Werte verspricht Audi für sein E-Tron Quattro Concept, dessen drei E-Motoren rund 368 kW/500 PS liefern. Neben der hohen Reichweite und der großen Leistung beeindruckt die angekündigte Ladezeit der Akkus: Beim Audi sollen sie schon nach 30 Minuten an der Starkstromsteckdose wieder voll sein, beim Porsche sogar in der halben Zeit. Bis die E-Modelle ans Netz gehen, dauert es aber noch etwas. Audi nennt zumindest schon einen Zeitpunkt: das Jahr 2018.

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