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Wirtschaft

Autoindustrie Türkei: Von Prestige getrieben

| Autor/ Redakteur: Christian Otto / Svenja Gelowicz

Staatschef Recep Tayyip Erdogan hat die vorgezogenen Wahlen in der Türkei gewonnen. Kritiker erwarten eine Zementierung des Status quo. Für die dortige Automobilindustrie und somit auch für Investoren könnte sich das jedoch auch positiv auswirken. Das fordert aber eine Unabhängigkeit der türkischen Zentralbank.

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Internationale OEMs wie Zulieferer sind in der Türkei aktiv. So baut Mercedes-Benz Türk vor Ort Busse.
Internationale OEMs wie Zulieferer sind in der Türkei aktiv. So baut Mercedes-Benz Türk vor Ort Busse.
(Bild: Daimler AG)

Mitte April überraschte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan mit der Ankündigung, schon in diesem Sommer vorgezogene Parlaments- und Präsidentschaftswahlen abzuhalten. Die Wahlen waren erst für November 2019 geplant. Erdogan begründete diesen Schritt mit sicherheits- und wirtschaftspolitischen Aspekten. Und der türkische Staatschef feierte am Sonntag (24. Juni) einen am Ende doch überraschend klaren Sieg.

Aus demokratischer Sicht war das Vorgehen des Staatspräsidenten äußerst bedenklich. Für die im Land aktiven internationalen Investoren und Unternehmen wiederum – zu denen auch einige deutsche Zulieferer gehören – bedeutet es eine gewisse Stabilität in der angespannten wirtschaftlichen Situation. Das bestätigt auch der Türkeiexperte George Dyson der globalen Risikoberatung Control Risks schon vor der Wahl: „Die vorgezogene Wahl dürfte unproblematisch für die internationalen Unternehmen vor Ort sein. Erdogan wird höchstwahrscheinlich gewinnen, und damit gibt es keine Veränderungen.“

Über den Autor

 Christian Otto

Christian Otto

stellvertretender Chefredakteur, AUTOMOBIL INDUSTRIE