Chipmangel Automobilzulieferer Hella und Faurecia kappen ihre Jahresziele

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Hendrik Härter

Die beiden Automobilzulieferer Faurecia und Hella senken ihre Umsatzprognosen für das laufende Geschäftsjahr. Als Grund wird der Produktionsausfall durch den weltweiten Chipmangel genannt.

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Standort Lippstadt: Der Automobilzulieferer Hella hat mit trotz voller Auftragsbücher mit Engpässen zu kämpfen.
Standort Lippstadt: Der Automobilzulieferer Hella hat mit trotz voller Auftragsbücher mit Engpässen zu kämpfen.
(Bild: Hella)

Aufgrund des weltweiten Chipmangels und der somit weniger produzierten Fahrzeuge muss Faurecia seine Umsatzziele korrigieren. Das Management des Zulieferers rechnet für 2021 lediglich 15,5 Milliarden Euro statt der geplanten 16,5 Milliarden Euro zu erwirtschaften.

Das Unternehmen kalkuliert nun mit einer branchenweiten Jahresproduktion von etwa 72 Millionen Autos (- 4,8 Mio. Stück). Im vergangenen Jahr hatte der Wert bei 71 Millionen Stück gelegen. Für 2020 erzielte der Zulieferer einen Umsatz von 14,5 Milliarden Euro.

Hella korrigiert Umsatzziele

Auch bei Hella, das künftig zu Faurecia gehören wird, schaut es nicht besser aus: Hatte sich das Unternehmen im ersten Geschäftsquartal besser entwickelt als der Markt, so senken die Entscheider den Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr 2021/22. Auch hier sind sich weiter verschärfende Versorgungsengpässe insbesondere bei den Elektronikkomponenten der genannte Grund. In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2021/22 (1. Juni bis 31. August 2021) hat der Zulieferer auf Basis vorläufiger Zahlen einen Umsatzanstieg von knapp zehn Prozent auf 1,5 Milliarden Euro erreicht.

Nun senkt das Management die die Prognose für das Geschäftsjahr 2021/22 auf 6 bis 6,5 Milliarden Euro. Bisher hatte man mit rund 6,6 bis 6,9 Milliarden Euro gerechnet.

(Mit Material von dpa)

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